Kinopremiere

Freche Frettchen im Zoo Palast

Matthias Schweighöfer präsentiert seinen neuen Film „Vaterfreuden“ in Berlin

Ob es nun Molly, Kola oder Fritz war, lässt sich nicht mehr eindeutig zurückverfolgen. Klar ist: Es war ein Frettchen, das Matthias Schweighöfer mit einem beherzten Biss in sein bestes Stück auf direktem Weg in die Zeugungsunfähigkeit beförderte – zumindest im Film. „Vaterfreuden“ nennt sich dieser und dreht sich um den Junggesellen Felix, dessen bis dato wildes Single-Leben mit einem einzigen Frettchen-Biss jäh infrage gestellt wird: Gleichzeitig mit der Sterilität kommt nämlich der Kinderwunsch. Aussichtslos – wäre da zuvor nicht diese Samenspende gewesen... Eine recht eigenwillig klingende Geschichte aus der Feder von Murmel Clausen, Autor des als Filmvorlage dienenden Buches mit dem – Achtung Wortwitz! – Originaltitel „Frettsack“.

So weit, so Schenkelklopfer. An dessen filmischer Umsetzung war Matthias Schweighöfer nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Regisseur maßgeblich beteiligt. Bei der Premiere von „Vaterfreuden“ am Donnerstagabend im Zoo Palast erfreute sich der 32-Jährige bester Gesundheit: „Frettsack“ macht seinem Besitzer nur im Film zu schaffen, im wahren Leben erwartet Schweighöfers Partnerin Ani Schromm das zweite Kind. Zur Premiere kam der Star allerdings ohne Partnerin, dafür war Mutter Gitta Schweighöfer dabei, die im Film ebenfalls eine Rolle hat. Zum Thema zweites Enkelkind schwieg sie. Und auch ihr Sohn sprach lieber über den Weg dorthin als über das Ziel selbst: Die Sexszenen seien anstrengend gewesen so der gebürtige Mecklenburger „wir hatten einen Jahrhundertsommer und es waren 45 Grad unterm Dach. Aber wir haben auch viel gelacht.“

Während die Zweibeiner bei den Dreharbeiten gegen ihre Lachanfälle anarbeiten mussten, zeigten sich die vierbeinigen Darsteller ausnahmslos professionell: „Das Schöne an der Arbeit mit Frettchen ist, dass sie wahnsinnig interessiert sind (...) und menschenbezogen. Das ist eine tolle Kombination, um die Tiere auszubilden und ohne Probleme mit ans Set zu nehmen“, so Tiertrainer Christoph Kappel, der die Frettchen Molly, Kola und Fritz für „Vaterfreuden“ fit machte.

Dem roten Teppich blieben die tierischen Stars am Donnerstag allerdings fern. Somit stahlen sie den anwesenden Hauptdarstellern um Schweighöfer – Tom Beck, Luise Bähr, Isabell Polak und Susan Hoecke – nämlich weder die Show noch die Zeugungsfähigkeit.