Mittag mit

Carsten Colmorgen

Jeden Mittwoch trifft Alexandra Kilian einen Menschen der Stadt zum Lunch.

Heute: Carsten Colmorgen, Direktor des Hotels „Concorde“ in der „Brasserie Le Faubourg“. Es gibt: Tomatensuppe und Saiblingsfilet.

In drei Tagen übernimmt Sofitel Ihr Haus. Sie bleiben, Küchenchef Steffen Sinzinger geht. Was ändert sich noch?

Der Hotelname ändert sich, sowie einige Standards, sonst sollen die Gäste den Übergang möglichst nicht merken. Es gibt ein paar sehr schöne Neuerungen, wie ein spezielles Parfum als Raumduft in den Zimmern. Die Musik ändert sich, es wird verschiedene Frühstücksrituale geben, das Thema Wein soll größer werden, auch das Thema Brot. Unser neuer Claim wird sein: „Life is magnifique“.

Da hat Sofitel Sie aber bereits gut gebrieft …

Ja, ich habe mich viel mit der Identität von Sofitel beschäftigt und war unter anderem in einem Sofitel in Amsterdam. Dort habe ich das alles live erlebt – die Veränderung wird total schön.

Klingt alles positiv. Gab es denn keinerlei Sorgen, als die Nachricht von der Übernahme kam?

Es war für mich und mein Team schon länger klar, dass Starwood Capitals, unser Investor, aussteigen wollte. Und ich bin generell offen für Veränderungen und stehe neuen Dingen positiv gegenüber. Das vermittle ich auch an meine Kollegen.

Frank Ketterer, Ihr Stellvertreter, ist auch zum Jahreswechsel gegangen, nun Direktor des „Esplanade“. Zufall?

Das Team lebt von Veränderungen. Und die Abteilungsleiter bleiben normalerweise zwei bis drei Jahre. Frank Ketterer war seit Beginn, seit neun Jahren, dabei. Er hat sich hier zum Direktor entwickelt – und deshalb hat er nun sein eigenes Haus.

Was bindet Sie seit dieser langen Zeit so fest ans Haus?

Es gefällt mir hier sehr gut. Nach vielen Reisen und Umzügen sind wir nun Berliner. Mit meiner Frau habe ich vor einiger Zeit für uns und unsere Töchter, 15 und zehn Jahre alt, eine Wohnung gekauft. Berlin bietet alles, Kultur, Multikulti, Leben. In meiner Freizeit bin ich in meinem Kiez, dem Akazienkiez, unterwegs. Jeden Sonnabendmorgen gehen wir auf den Winterfeldtmarkt, sonst spazieren wir sehr gern und sehr viel.