Mandela-Stiftung

Ein Abend für die Freiheit

Zahlreiche prominente Gäste bei der Charity-Gala zugunsten der Nelson Mandela Stiftung im „Adlon“

Zeit seines Lebens hat sich Nelson Mandela für soziale Gerechtigkeit, Frieden, Menschenrechte und Demokratie eingesetzt. Knapp zwei Monate nach dem Tod des Friedensnobelpreisträgers kommt am 30. Januar „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ in die deutschen Kinos. Der Film des britischen Regisseurs Justin Chadwick erzählt das Leben des Freiheitskämpfers von seiner Jugend bis zu seiner 27-jährigen Haftstrafe, bevor er 1994 der erste schwarze Präsident Südafrikas wurde.

Zur Berlin-Premiere am Dienstag im Zoo Palast hat sich neben Hauptdarsteller Idris Elba auch Mandelas Tochter Zindzi Mandela angekündigt. Am Montag nahmen beide bereits im Hotel „Adlon“ an einer Charity-Gala zugunsten der Nelson Mandela Foundation und der Hugo Tempelman Stiftung teil. „Für mich war es wichtig, dass der Familie der Film gefällt. Schließlich geht es hier nicht um Politik, sondern um ihren Vater“, so Idris Elba. Doch nicht nur die Tochter Mandelas, sondern auch Claudia Roth konnte der smarte Brite an diesem Abend für sich einnehmen. Die Grünen-Politikerin strahlte übers ganze Gesicht, als der Schauspieler auf dem roten Teppich den Arm um sie legte. Moderator Johannes B. Kerner, der durch die Gala führte, und Frank-Walter Steinmeier rissen sich hingegen um ein Foto mit Sängerin Katie Melua, die den Abend musikalisch eröffnete.

Trotz dieser Begegnung behielt der Außenminister aber auch den eigentlichen Anlass seines Besuchs im „Adlon“ im Blick. „Nelson Mandela ist der Vater des neuen Südafrika. Er hat der ganzen Welt ein Beispiel gegeben, wie ein Unrechtsregime überwunden werden kann“, so Steinmeier.

Zu der Gala kamen auch zahlreiche weitere prominente Gäste wie Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt, Musikproduzent Uwe Fahrenkrog-Petersen, Fotografin Veruschka von Lehndorff und Musikerin Joy Denalane, die nach dem Dessert einen Auftritt hatte.

Für die beiden Stiftungen, die sich dem ideellen Vermächtnis Mandelas widmen, wurde bei der Charity-Gala eine limitierte Ausgabe von Nelson Mandelas Biografie „Long Walk to Freedom“ mit der Unterschrift des Autors versteigert.

Nelson Mandela hatte seine Stiftung 1999 gegründet, um sich auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft der Fortsetzung seines Lebenswerkes und der Geschichte der Anti-Apartheid-Bewegung zu widmen. Die Nelson Mandela Foundation unterstützt zahlreiche Schul-, Bildungs- und Jugendprojekte sowie Menschenrechts- und Anti-Aids-Kampagnen. Mit ihrer Arbeit sollen die Visionen und Werte von Nelson Mandela auch nach seinem Tod lebendig gehalten werden. Ziel ist es außerdem, die tief verwurzelten ethnischen, kulturellen und politischen Gräben in Südafrika durch Dialog und Austausch zwischen allen Gesellschaftsgruppen zu überwinden.

Die Hugo Tempelman Stiftung, gegründet vom dem niederländischen Arzt Hugo Tempelman und seiner Frau Liesje, engagiert sich seit 1990 mit drei Kliniken und der Ndlovu Care Group im Kampf gegen Aids, HIV und Tuberkulose in Südafrika. Mithilfe von Aufklärung, gemeinnützigen Projekten und medizinischer Versorgung soll die Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen aufgebrochen werden und ein Klima sozialer Integration geschaffen werden, das Menschen ein stabiles Umfeld, Aufgaben und eine Zukunft bietet.