Party

Logieren, wo einst die Intellektuellen zu Hause waren

Große Eröffnungs-Party im „Hotel am Steinplatz“

Nach der Oktoberrevolution war das Haus Anlaufstelle für russische Adelige und Intellektuelle, in den 50ern Treffpunkt von Künstlern wie Heinrich Böll, Brigitte Bardot, Luciano Pavarotti und Romy Schneider. Schon immer war das „Hotel am Steinplatz“ ein Ort, an dem sich die Berliner Gesellschaft wohlfühlte. Und daran soll nun auch wieder angeknüpft werden.

Am Freitagabend hatte General Managerin Iris Baugatz nach einem dreijährigen Umbau zur Opening-Party nach Charlottenburg geladen. „Es ist alles so aufregend – ich glaube, wir haben hier etwas Einzigartiges geschaffen“, sagte sie. „Ein Haus mit einer solchen Geschichte, in dem so eindrucksvolle Menschen ein und aus gegangen sind, so zu modernisieren, dass es dem Anspruch entspricht und der Tradition gerecht wird: für mich ein Traumprojekt.“ Wichtig ist der Managerin jedoch nicht nur, dem Gast Gutes zu tun, sondern auch den Kiez „kulturell zu bereichern“.

Von diesem Zusammenspiel wollten sich die 500 Gäste, darunter Designerin Nanna Kuckuck, Schauspielerin Anouschka Renzi, Rolf Scheider, Udo Walz und Jo Groebel in Begleitung von Grit Weisz, überzeugen. Durch den Abend führte Tamara von Nayhauß.

Architekt des 1913 eröffneten Hotels war August Endell, der auch die Hackeschen Höfe gestaltet hat. Die Herausforderung für Claudia Dressler war es nun, „die Bedürfnisse einer anspruchsvollen und modernen Luxushotellerie in einem denkmalgeschützten Gebäude“ umzusetzen, so die Architektin. Dabei herausgekommen sind 84 Zimmer und drei Suiten, deren Design sich an die 20er-Jahre anlehnt. Und auch im Restaurant setzt man auf Sterne-Niveau. Das Konzept wurde von Stefan Hartmann entwickelt, der – wie im Kreuzberger „Hartmanns“ – klassische deutsche Küche in den Mittelpunkt stellt und einen Michelin-Stern hält.