Premiere

Non Stop Liam Neeson

Zwei Monate vor dem Kino-Start zeigt der Hollywood-Star seinen neuen Film in Berlin

Er war Jedi-Meister in „Star Wars“, Navy-Kommandeur in „Battleship“ und Geheimagent in „96 Hours“: In seinen Filmen hat Liam Neeson schon etliche Male mit der Waffe in der Hand für das Gute gekämpft. Auch mit 61 Jahren scheint der gebürtige Ire dem Action-Genre noch nicht überdrüssig geworden zu sein. Zusammen mit dem Regisseur Jaume Collet-Serra, für den er bereits in „Unknown Identity“ vor der Kamera stand, hat er jetzt den Thriller „Non-Stop“ gedreht.

Was seine Berliner Fans von dem Ergebnis halten, schien Liam Neeson besonders zu interessieren. Als er am Freitag für Interviews zu dem Flugzeug-Drama für 36 Stunden an der Spree weilte, hatte er den fertigen Film gleich mitgebracht – und bescherte den Hauptstädtern knapp zwei Wochen vor dem Start der Berlinale eine echte Hollywood-Premiere. Bei einem Gala-Screening im Zoo Palast unterzog der Schauspieler sein jüngstes Werk einem ersten Publikumstest. Dabei startet „Non-Stop“ erst am 13. März in den deutschen Kinos. Die offizielle Premiere findet am Montag an der Seine statt. „Berlin ist die Hauptstadt Europas, nicht Paris“, erklärte der Schauspieler seine Entscheidung für das vorgezogene Screening. Und deshalb stellte er sich – lässig mit Zahnstocher im Mundwinkel – zusammen mit seinem Regisseur und dem Produzenten Joel Silver pünktlich um 19.30 Uhr dem Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich. Erst dann durfte er in einem der bequemen Ledersessel des wiedereröffneten Kinos Platz nehmen. Co-Star Julianne Moore hatte den Berlin-Besuch hingegen geschwänzt.

Neeson stellte in Berlin bereits im September 2012 seinen Action-Thriller „96 Hours – Taken 2“ vor. Anfang 2010 verbrachte er sogar drei Monate in Berlin, um in der Stadt und in den Filmstudios Babelsberg an der Seite von Diane Kruger den Film „Unknown Identity“ zu drehen. Darin nahm der Hauptdarsteller als US-Wissenschaftler Dr. Martin Harris nicht nur ein unfreiwilliges Spree-Bad, als sein Taxi an der Oberbaumbrücke ins Wasser stürzte, sondern sah am Ende auch das Hotel „Adlon“ am Brandenburger Tor in die Luft fliegen.

Bei beiden Berlin-Aufenthalten wohnte Liam Neeson im „Regent“ am Gendarmenmarkt. Später hatte der Schauspieler geschwärmt, er sei so begeistert von der Stadt, dass er sich vorstellen könne, hier eine Wohnung zu kaufen. Davon sollte dieses Mal keine Rede mehr sein. „Das kann ich mir gar nicht leisten, Berlin ist viel zu teuer für mich“, scherzte er. Nicht jedoch, ohne wiederum zu betonen, wie gerne er auch dieses Mal zurückgekommen sei. Das Screening von „Non-Stop“ war für den Gast aus Übersee also wenigstens gefühlt ein Heimspiel.

In seinem neuen Action-Thriller, der unter anderem auf dem John F. Kennedy International Airport in New York gedreht wurde, spielt Liam Neeson den lang gedienten U.S. Federal Air Marshal Bill Marks, der seinen Job über den Wolken leid ist. Doch der Flug von New York nach London, auf den er sich dieses Mal begeben muss, wird alles andere als routiniert. Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem Fremden. Solange nicht 150 Millionen Dollar auf ein geheimes Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto auf Marks‘ Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht, das Flugzeug entführt zu haben.

Unter Flugangst leidet Liam Neeson trotz der Drehabreiten nicht. Auch wenn er zugab, dass sein Flug dieses Mal recht turbulent gewesen sei. „Es gibt heute so gute Sicherheitsvorkehrungen, ich mache mir da keine Sorgen.“ Alles andere wäre aber auch schade. Schließlich soll Liam Neeson Berlin auch in Zukunft ohne Magenschmerzen einen Besuch abstatten können.