Fernsehen

Inga Lindström und das düstere Brandenburg

Rund acht Millionen Zuschauer versammelt „Inga Lindström“ sonntagabends. Große Gefühle in schwedischer Kulisse, geschrieben von einer Schwäbin – die in Berlin lebt.

Christiane Sadlo heißt die Frau, die hinter dem Pseudonym Inga Lindström steckt. 53 Lindström-Spielfilme hat sie geschrieben, 60 Fernsehfilme, den ARD-Vierteiler „Wilde Wellen“ und Serienfolgen für „Der Bergdoktor“ und „Familie Dr. Kleist“. Nun will sie beweisen, dass sie auch schwere Themen behandeln kann. Mit einem Krimi. „Das Jahr der Kraniche“ heißt ihr neues Buch.

Tatort ist die Uckermark in Brandenburg. „Den Zauber dieser Region habe ich bei einer Reise mit meinem Mann entdeckt“, sagt Sadlo. „Wir waren voriges Jahr dort, wohnten als einzige Gäste in einem einsamen, ehemaligen Jägerhaus zwischen Templin und Feldberg, das heute ein Hotel ist. Zwischen den Wäldern und Seen zogen erste Nebel auf, Tausende Kraniche machten vor ihrer Winter-Reise in den Süden dort Rast – diese Bilder haben mich fasziniert.“

Gleich vor Ort habe sie zu schreiben begonnen: Laura, eine junge Krankenschwester aus München, verliebt sich in Jan, Architekt. Sie ziehen: in die Uckermark in ein Jägerhaus – mit dunkler Vergangenheit. „Meine Inga-Lindström-Geschichten sind ja überwiegend sonnig“, sagt Christiane Sadlo. „‚Das Jahr der Kraniche ist ganz anders: düster, unheimlich, voller Rätsel und Abgründe.“ Sie hofft, dass es ebenso gefragt ist wie ihre „Inga Lindström“, die heute Abend garantiert (20.15 Uhr) wieder für Zuschauer sorgen wird.