Stilfrage

„It“ muss offenbar mit

Cordula Schmitz über modische Gründe und Sünde

Nachdem sämtliche Modeopfer genügend „It-Taschen“ und „It-Schuhe“, „It-Nagellacke“ und Gott weiß, was sonst noch mit „It“ versehen in ihren überfüllten Wohnungen stehen haben, kündigt sich bereits eine neue Welle von „It“-Produkten an.

Angefangen hat es mit diesen Schuhen. Ganz ehrlich, mittlerweile bekommt man schon bei der Erwähnung von Namen wie Jimmy Choo oder Manolo Blahnik sofort Anfälle. Die beiden Designer und die Serie „Sex and the City“ haben uns nämlich das ganze Gedöns um die „It“-Dinger eingebrockt. Besonders schlimm ist es, wenn Männer damit ihr Modewissen kundtun wollen. Niemand will diese Schuhe, niemand braucht sie. Sie sind hässlich. Liebe Männer, schweigen Sie lieber.

Zurück zum neuesten „It-Produkt“. Es ist: der Sweater. Ganz genau, ein Pullover aus Baumwolle. Und ich muss zugeben, auch ich habe mich schon hinreißen lassen. Entscheidend ist allerdings weniger der Pullover als der Druck, der sich darauf befinden sollte. Mir persönlich gefallen die Entwürfe des belgischen Labels „Filles à Papa“. In den Pullovern wurden schon Rihanna oder Rita Ora gesehen. Das Label „Lala Berlin“ griff das Thema mit seinem „Spacecat“-Sweater im Frühjahr auf. Und der Trend ist ungebrochen. Wer eine wirkliche Botschaft auf seinem Pullover verbreiten will, für den sind vielleicht die Entwürfe von „Obey“ interessant. Dabei handelt es sich ursprünglich um die Designs des mit seinem Obama-Plakat bekannt gewordenen Künstlers Shepard Fairey. Tragen kann man den Sweater übrigens auch lässig zum Minirock. Perfekt für dieses unentschlossene Wetter.