Mittag mit

Carsten Spallek

Jeden Mittwoch trifft Alexandra Kilian ein Gesicht der Stadt zum Lunch. Heute: Carsten Spallek, CDU-Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, im Restaurant „Weihenstephaner“ in Mitte.

Es gibt: Salat mit Pfifferlingen Carsten Spallek kommt einen Moment später als verabredet. Er setzt sich, entschuldigt sich, bestellt Salat – und ein Weizen. Ob es unter ihm ein Kneipenverbot in Mitte geben wird? „Nein, da arbeite ich sicher gegen an“, sagt er. „Ich dachte, Sie haben Sommerpause?“ „Die BVV hat Sommerpause“, sagt Spallek, „als Bezirksstadtrat arbeite ich ja trotzdem.“ „Und als der waren Sie gerade wo?“ „Ich war bei einer Spielplatzeröffnung im Wedding.“ „Das ist doch eine schöne Aufgabe. Mehr davon am Wochenende?“ „Nicht wirklich“, sagt Spallek. „Sonnabend mache ich meine Steuerklärung, Sonntag hänge ich Plakate für die Bundestagswahl auf.“ „Ich wusste gar nicht, dass das zu Ihren Aufgaben gehört?“ „Nein, Freunde von mir sagen bei so etwas auch: ‚Sag mal, Carsten?!‘ Aber ich bin ja auch Ortsvorsitzender und muss Vorbild sein.“ „Wo findet der Stadtrat von Mitte denn seine Mitte?“ „Im Vitalclub.“ „Bitte wo?“ „Ich habe wieder mit Sport angefangen, nachdem meine Freunde das Projekt ‚Spallek plus fünf‘ ins Leben gerufen haben.“ „Spallek plus fünf neue Aufgaben?“ „Nein“, sagt Spallek, der zunehmen möchte, „Spallek plus fünf Kilo. 2009 bin ich von 79 auf 70 Kilo runter – durch den Stress nach der Wahl und die Trennung von meiner damaligen Partnerin.“ „Hm. Ein saftiges Steak mit Freunden im Tiergarten grillen können Sie schon mal nicht – das Grillverbot kam ja von Ihnen. War das für Ihre Freunde auch ein Grund, ‚Sag mal, Carsten?!‘ zu fragen?“ „Das Grillen im Tiergarten hat den Bezirk rund 300.000 Euro im Jahr gekostet – und echte Freunde können zwischen Politiker- und Privat-Carsten unterscheiden.“ „Also doch Barbecue mit Carsten?“ „Ja, erst letztens wieder, mit Tischgrill auf dem Balkon.“