Karikatives

Rosa hilft

Zum dritten Mal wird die „Drink-Pink-Party“ zugunsten der Krebsgesellschaft Berlin gefeiert

Fleisch natürlich. Rosa gebraten sehe es doch fast pink aus, sagt Günter Beyer. Der Küchenchef des „Alten Zollhauses“ steht mit der Zange in der Hand hinter dem Grill und dreht das Entrecôte. Neben ihm schiebt Dennis Löchel Scheiben von US-Beef auf Burger. „Klar, auch der ist pink gebraten“, sagt der Küchenchef der „Rotisserie Weingrün“. „Wenn ich könnte, hätte ich heute den Pink Panther in die Pfanne gehauen“, sagt Franz Raneburger („Edelweiss Catering“) – und lacht. So habe es aber immerhin zu roten Erdbeeren zum Dessert gereicht. Das sehe doch auch ziemlich pink aus.

Für die „Drink-Pink-Think-Pink-Party“ im Alten Zollhaus am Carl-Herz-Ufer hat Inhaber Herbert Beltle, „Gastronomischer Innovator des Jahres 2012“, zum dritten Mal seit dem Jahr 2011 fünf Spitzenköche aus der Hauptstadt versammelt, um ein Fest zugunsten der Berliner Krebsgesellschaft zu geben. Zehn Euro des Kartenpreises werden gespendet. Gemeinsam mit dem „Weinladen Schmidt“ hat Herbert Beltle 180 Gäste geladen, die am Sonntag zum Festpreis von 79 Euro „pink“ essen (rosa Fleisch) und trinken (Rosé). Viel Gäste tragen passend Pink: „Austeria Brasserie“-Chef Walter Schuberauf dem Einstecktuch, „Alt Luxemburg“-Chefin Ingrid Wannemacher, die mit Ehemann Karl kam, auf der Bluse.

Das „Pink“ stammt von „Weinladen“- und „Rutz“-InhaberinAnja Schmidt. „Es gab mal diese rosafarbenen Spendenbänder für Brustkrebspatientinnen – da wollte ich anknüpfen.“ Sie und Ehemann Carsten engagieren sich seit Jahren für die Krebshilfe, stocken die heutigen Einnahmen auf 3500 Euro auf. „Seit Lars Rutz 2003 an Krebs gestorben ist, sind wir alle für dieses Thema sensibilisiert“, sagt „Rutz“-Küchenchef und Sternekoch Marco Müller. „Ein toller Kerl“ sei der ehemalige Gastgeber des „Rutz“ gewesen, sagt er. Traurig sein solle man deswegen aber nicht. Lieber seinen pinken Beitrag zum Fest genießen: Wollschwein, richtig rosa Fleisch, natürlich.