Rennbahn

Very british – Wenn sich Hoppegarten in Ascot verwandelt

Beim „Great Britain Race Day“ kehrt der Berliner Pferdesport zu den Wurzeln zurück

„Sport of the kings“ nennt man ihn in England – den Sport der Könige. Auch in Deutschland hat Pferderennen Tradition. Doch beim ersten „Great Britain Race Day“ am kommenden Sonntag auf der Rennbahn Hoppegarten soll der Sport zu seinen englischen Wurzeln zurückkehren und britisches Flair Einzug halten – mit Dudelsackspielern, auffälligen Hüten, viel Pimm’s und Tea Time.

Als Schirmherren konnten die Veranstalter den britischen Botschafter Simon Mc Donald gewinnen, der für den Renntag sogar seinen Urlaub verkürzt. „Die britischen Wurzeln des Pferdesports und die Leidenschaft meiner Landsleute für Pferderennen sind bekannt: Galopprennsport ist der zweitbeliebteste Sport in Großbritannien“, sagte er.

Um sich schon einmal in Stimmung zu bringen, lud die Botschaft am Donnerstagabend zum Empfang in die Wilhelmstraße ein. Unter den rund 150 Gästen war natürlich auch Hoppegarten-Chef Gerhard Schöningh, der einen Vergleich zwischen seiner Rennstrecke und den traditionsreichen Veranstaltungen im britischen Ascot zog. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Rennen am kommenden Sonntag im britischen Stil veranstalten – mit allem, was dazugehört“, sagte der Inhaber der Rennbahn. „Es ist aber klar, dass wir Ascot nicht kopieren wollen, sondern die Rennbahn auch in die Region passen, ein Spiegel der Gesellschaft sein muss. Jeder soll sich dort wohl fühlen.“ Tini Gräfin Rothkirch, Vorsitzende des Renn-Klub-Kommitees, stimmte ihm zu: „Die Mischung macht es. Bei uns wird es elegant und außergewöhnlich am Sonntag. Aber jeder ist willkommen, der Dresscode ist nicht so streng wie in Ascot.“ Und es gebe noch einen Unterschied. Jedes Jahr stattet die Queen Ascot einen Besuch ab, Kanzlerin Angela Merkel sei noch nicht da gewesen, bedauerte Schöningh.

Nicht fehlen durften an diesem Abend auch die beiden Designerinnen Fiona Bennett und Nanna Kuckuck – beide gern gesehene Gäste in Hoppegarten „Ich freue mich auf das britische Flair“, sagte Nanna Kuckuck. „Welchen Hut ich tragen werde am Sonntag, weiss ich aber noch nicht, Hauptsache auffällig.“ Als Ehrengast war Edwina Hart, die walisische Ministerin für Wirtschaft, Wissenschaft und Transport, an diesem Abend in der Botschaft.