Mittag mit

Martin Pelz

Jeden Mittwoch trifft Alexandra Kilian ein Gesicht der Stadt zum Lunch. Heute: Martin Pelz, Geschäftsführer der Adlon Holding, im „China Club“. Es gibt: Wasabi-Prawns

Privatclub hin oder her: Einladung bleibe Einladung. Und: Die Dachterrasse des „China Clubs“ sei einfach zu schön, um sie nicht kennenzulernen. Auf der Rückseite des „Adlon“ geht es über den Fahrstuhl hinein. Na ja: Nachdem die Kamera am Klingelschild den Gast erst mal erfasst hat. „Sie werden erwartet“, tönt es dann laut und freundlich aus der Sprechanlage. Einladung eben! Oben steht Martin Pelz im Anzug, adrettes Lächeln im Gesicht, unfassbar nette Empfangsdame neben sich. „Sie kennen unseren Club noch nicht?“ Sehr witzig. Die Mitgliedschaft ist nicht ganz kostenfrei. „Aufnahmegebühr: 7000 bis 15.000 Euro, je nach Firmierung. Plus Jahresfee: 2000 Euro“, erzählt Pelz zu Dim Sum und Großgarnele, Reichstag rechts, Mahnmal links. 800 Mitglieder zähle der Club, Politik, Wirtschaft, Kultur Berlins. Täglich prüfe er Bewerbungen. Entscheidend sei „das Gefühl“, „die Mischung, nicht das Einkommen.“ Ach so. Wer Mitglied ist und wer es werden will – darüber werde nicht gesprochen. Genauso wenig wie über Gäste. Ob Johnny Depp nicht genau hier gesessen habe, vergangenen Freitag? Pelz lächelt. Mehr nicht. Hm. Ob man über die (ehemalige) Freundschaft mit dem alten und neuen Adlon-Top-Koch Tim Raue reden könne? „Ich lehne den Kontakt ab. Das ist alles, was ich dazu sagen möchte.“ Wie die Zusammenarbeit zwischen dem „Adlon Kempinski“ mit Direktor Oliver Eller und den Jagdfelds von der Holding laufe? „Wir stimmen uns freundschaftlich verbunden ab. Und jetzt wollen Sie bestimmt noch wissen, ob ich vorhabe, die Adlon Holding mal zu verlassen.“„Ja! Wollen Sie denn?“ „Nein, ich bin happy in Berlin“, sagt Martin Pelz. Und die Terrasse hier – die sei doch viel zu schön.