Pferderennen

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Rennbahn-Besitzer Gerhard Schöningh begrüßt rund 10.000 Gäste beim Großen Preis von Berlin in Hoppegarten

Hut ist Pflicht beim Besuch auf der Pferderennbahn. Am Sonntag konnte man die Kopfbedeckung allerdings auch mehr als gut gebrauchen. Sonne, blauer Himmel und hohe Temperaturen lockten rund 10.000 Besucher zum 123. Großen Rennen von Berlin. Viele hatten es sich mit Picknickkorb, Decke und Sonnenschirm auf der Wiese gemütlich gemacht.

„Es ist ein perfekter Renntag. Das Wetter ist wundervoll, die Leute haben gute Laune, wir haben Spitzenpferde und hochkarätige Jockeys am Start“, sagte Hoppegarten-Eigentümer Gerhard Schöningh. Er war besonders gespannt auf das Abschneiden seines eigenen Pferdes: Bon Allumage lief im zweiten Rennen – belegte dann aber nur einen der hinteren Plätze.

Stilecht mit dem Oldtimer angereist war Unternehmerin Heidi Hetzer. „Ich wollte eigentlich mit einem anderen Wagen kommen, aber der hat unterwegs Kühlwasser verloren. Jetzt bin ich mit meinem amerikanischen Hudson aus dem Jahr 1930 da. Ein sehr zuverlässiges Auto. Mit ihm werde ich nächstes Jahr auf Weltreise gehen“, sagte sie. Ein Neuling auf der Rennbahn in Hoppegarten war BVG-Chefin Sigrid Nikutta. „Ich bin erst zum dritten Mal hier – aber mit stetig wachsender Begeisterung. Die Atmosphäre hier ist einfach einmalig“, sagte Nikutta, die mit Mann und ihren vier Kindern den Sommertag auf der Rennbahn genoss. Weitere prominente Gäste, die unter Sonnenschirmen auf der VIP-Tribüne saßen, waren der australische Botschafter Peter Tesc h , Eduard Prinz von Preußen und der ehemalige „Adlon“-Chef Gianni van Daalen mit Frau Marylea. „Wir sind Stammgäste und freuen uns jedes Mal, hier zu sein“, sagte van Daalen.

Eduard Prinz von Anhalt und Frau Corinna wurden von der Renn-Klub-Vorsitzenden Tini Gräfin Rothkirch mit Kuchen begrüßt: „Eine süße Überraschung. Wir feiern heute nämlich unseren 33. Hochzeitstag“, freute sich der Prinz. Grund zum Feiern – ob gewonnen oder verloren – hatten an diesem Sonntag in Hoppegarten alle Besucher. Die Rennbahn hat sich unter Gerhard Schöningh in den vergangenen Jahren nicht nur zu einem Treffpunkt für Pferdesportfreunde entwickelt, sondern ist auch für die Berliner ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Vor allem, wenn so schönes Wetter herrscht.