Kino

Premiere für „Paulette“ in Berlin

In Frankreich und Portugal ist „Paulette“ bereits angelaufen und gut beim Publikum angekommen.

Am Mittwochabend feierte die Komödie von Regisseur Jérôme Enrico ihre Deutschland-Premiere im Kino International an der Karl-Marx-Allee.

Was tun, wenn man mit 80 Jahren von seiner kleinen Rente in einem Vorort von Paris kaum leben kann und der Gerichtsvollzieher bereits vor der Tür steht? Diese Frage stellt sich Paulette (Bernadette Lafont), die Hauptfigur des Films. Sie sucht sich einen Job und verkauft selbst gebackene Haschisch-Kekse. Für die ehemalige Konditorin wird das ein gutes Geschäft.

„Der Film basiert auf einer wahren Geschichte“, sagt Regisseur Jérôme Enrico, der ernste gesellschaftliche Themen wie Altersarmut ins Bewusstsein rufen will. „Es gibt nicht nur in Frankreich immer mehr arme alte Leute, die kaum von ihrer Pension leben können. Die soziale Schere geht ja überall immer weiter auseinander“, sagt der Regisseur. Bernadette Lafont bezeichnet er als „absoluten Glücksfall“ in der Rolle der Paulette. „Sie war sich nicht zu fein dafür, im Müll nach Essen zu suchen. Auch vor den rassistischen Äußerungen, die sie als Paulette machen muss, hatte sie keine Angst. Es gibt nur wenige Schauspielerinnen ihres Alters und mit ihrer Popularität, die eine solche Figur so glaubhaft spielen können“, lobt er seine Hauptdarstellerin.