Emmy Awards

Filmprominenz am Tegeler See

In der Villa Borsig feiern Schauspieler und Regisseure die Vorauswahl für die Emmy Awards

Ganz idyllisch, in der Villa Borsig am Tegeler See, traf sich am Dienstagabend die deutsche Film- und Fernsehprominenz, um bei einem Cocktail-Empfang auf die Semi-Final Round of Judgings, eine Vorauswahl für den International Emmy Award, anzustoßen. Der wichtigste Preis der internationalen Fernsehindustrie wird seit 1949 jedes Jahr von der International Academy of Television Arts & Sciences in insgesamt 20 Kategorien verliehen. In einem ersten Durchgang findet die Auswahl der Nominierungen durch Vertreter der TV-Branche weltweit statt. Die Halbfinal-Jury-Sitzungen in Berlin wurden von den Academy-Mitgliedern Regina Ziegler, Tanja Ziegler und Michael Smeaton organisiert, um die vorgeschlagenen Produktionen zu sichten, zu beurteilen und über die Nominierten in fünf Kategorien zu entscheiden.

„Ich wollte den Emmy Award in Deutschland bekannter machen“, sagte Gastgeberin Regina Ziegler. Trotz anhaltender Kritik stehe es um das deutsche Fernsehen nicht schlecht, so die Produzentin: „Es verändert sich gerade sehr viel.“ Zu den Jury-Mitgliedern zählten unter anderen die Schauspielerinnen Maria Furtwängler und Claudia Michelsen sowie Produzent Oliver Berben. „Eigentlich wollte Barack Obama auch noch vorbeikommen, aber jetzt treffen wir uns doch lieber zu einem Tête-à-tête“, scherzte Maria Furtwängler über den Berlin-Besuch des US-Präsidenten.

Zu den Gästen, die nach einem heißen Sommertag die Reinickendorfer Abendsonne genossen, gehörten auch Comedian Olli Dittrich, Sängerin Judy Winter und die Schauspieler Samuel Finzi, Clemens Schick, Bettina Zimmermann und Tessa Mittelstaedt sowie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der die Schirmherrschaft für die Semi-Final Round of Judgings übernommen hat.

Als Ehrengast des Abends war Mario Adorf geladen, der zu den profiliertesten zeitgenössischen Darstellern auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen gehört. „Zu Recht“, wie Maria Furtwängler fand. „Es gibt nur wenige, die über so eine lange Zeit auf so einem hohen Niveau arbeiten.“ Im Gegensatz zur Jury, die zu diesem Zeitpunkt schon eine ganztägige Klausurtagung hinter sich hatte, konnte Mario Adorf den Empfang ganz ausgeruht genießen. Als Ehrengast habe er keine besonderen Aufgaben, „außer da zu sein und zu lächeln“, sagte er.