CSD-Gala

Feiern unterm Regenbogen

2000 Gäste kommen zur zweiten CSD-Gala in den Friedrichstadt-Palast

Nur selten wird im Friedrichstadt-Palast statt eines roten ein pinkfarbener Teppich ausgelegt. Und noch seltener steht eine Gogo-Stange auf dem Teppich – an der sich prominente Gäste präsentieren können. Doch es wäre eben nicht die zweite Berliner Christopher Street Day-Gala, wenn es nicht schrill, bunt und laut zugegangen wäre bei der Veranstaltung in Mitte, zu der rund 2000 Gäste gekommen waren, um ein Signal zu setzen für mehr Toleranz. Sie alle genossen die Show: Eine Mischung aus der aktuellen Produktion „Show me – Glamour is back“ und einem eigens für den Abend gestalteten Programmteil. Es moderierte Inka Bause.

Und obwohl die Dichte an bunt geschminkten Dragqueens auf dem Teppich besonders groß war, präsentierten sich auch viele Prominente aus Politik und Gesellschaft. Allen voran der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der mit Bundesminister Dirk Niebel vor den Fotografen posierte. Niebel verlieh an diesem Abend den Zivilcourage-Preis an die Republik Argentinien, den Berliner Rechtsanwalt Dirk Siegfried und die Menschrechtsaktivistin Kasha Jaqueline Nabagesera „Diese Veranstaltung ist die perfekte Einstimmung für die Parade in der kommenden Woche“, sagte Wowereit. Zu den Gästen zählten zudem der Kabarettist Dieter Hallervorden, Regisseur Wolfgang Kohlhaase und Schauspielerin Anne Sophie Briest. Fasziniert von der Atmosphäre war auch Andrej Hermlin, Leiter des Swing Dance Orchestra. „Ich dachte immer, ich wäre groß. Aber diese bunten Damen mit ihren hohen Absätzen sind der Wahnsinn.“