Ausstellung

Kunstkenner unter sich

500 Gäste feiern die Wiedereröffnung der Sammlung Berggruen

Die feierliche Wiedereröffnung des Museums Berggruen begann am Freitagabend in Charlottenburg mit lautstarken Protesten von Karstadt-Mitarbeitern. Sie forderten von Eigentümer Nicolas Berggruen bessere Arbeitsbedingungen. Dieser trat vor die Protestierenden, versprach, gemeinsam eine Lösung finden zu wollen und bat darum, den Abend im Sinne der Kunst mit seinen Gästen verbringen zu dürfen. „Das Museum gehört auch euch und hat nichts mit Karstadt zu tun“, sagte der Unternehmer. „Ich freue mich, dass in diesem Land jeder seine Meinung sagen kann, aber das ist nicht der richtige Anlass dafür.“ Kurze Zeit später räumten die Demonstranten friedlich das Feld.

Das Museum Berggruen war bereits im März dieses Jahres nach zweijähriger Sanierung und Erweiterung wieder für das Publikum geöffnet worden und zeigt auf 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Alberto Giacometti. 500 hochkarätige Gäste, darunter der US-Botschafter Philip D. Murphy mit seiner Frau Tammy, Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder und Kunstsammlerin Gabriele Henkel kamen an diesem Abend in den Garten des westlichen Stülerbaus. Auch gesehen: Christian und Karen Boros sowie Giovanna Stefanel-Stoffel und Ludwig Stoffel.

Eingeladen hatte der Förderkreis des Museums, vertreten durch Nicolas und seine Mutter Bettina Berggruen, die ihre Gäste nach einem Champagnerempfang zu einem Dinner in der Orangerie des Schloss Charlottenburgs baten. So wurde es am Ende ein festlicher Abend unter Kunstkennern – trotz der anfänglichen Proteste.