Auszeichnung

Avi Primor erhält Mendelssohn-Medaille

Er fördert den deutsch-israelischen Dialog, bemüht sich stets um die israelisch-palästinensische Verständigung und vertieft die Kontakte zwischen Israel und der Europäischen Union.

Der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor, 78 Jahre alt, wurde am Mittwochabend feierlich im ARD-Hauptstadtstudio mit der Moses Mendelssohn Medaille 2013 ausgezeichnet. „Avi Primor ist einer dieser Menschen, die sich als Multiplikator den Brückenschlag zwischen Deutschland und Israel zur Herzensangelegenheit gemacht haben“, betonte Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums, das die Auszeichnung vergibt.

Die Verleihung fand im Beisein vieler prominenter Gäste statt, allen voran der aktuelle israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman. „Ich gratuliere dir, Avi, ganz herzlich“, sagte Hadas-Handelsman vor den rund 100 geladenen Gästen. Die Laudatio hielt Michael Naumann (SPD) der heutige Geschäftsführer der Barenboim-Said-Akademie, der stellvertretend für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen war. „Seinesgleichen wünscht man sich manchmal im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik“, sagte Naumann mit Nachdruck. „Avi Primor war niemals ein Ankläger, sondern immer ein Mahner, Erklärer und Beobachter.“

Auch der Preisträger selbst bekam die Möglichkeit, sich zu bedanken. „Ich wusste gar nicht, was das für eine große Ehre ist, diese Medaille entgegen zu nehmen, bevor sie mir angeboten wurde. So viel lobende Worte, viel besser als ein Nachruf“, sagte Avi Primor augenzwinkernd.