Prominentenpaar

Happy Birthday in Berlin

| Lesedauer: 4 Minuten
Steffi Staiger / Laura Fölmer

„Brangelina“ feiern erst die Premiere von Pitts neuem Thriller „World War Z“ und dann Jolies Geburtstag

Es war ein perfekter Auftritt: Punkt 19.38 Uhr fuhr die schwarze Limousine vor dem CineStar am Sony Center vor. Brad Pitt öffnete seiner Verlobten Angelina Jolie ganz gentlemanlike die Tür. Er, cool mit langen Haaren, schwarzer Lederjacke und Pilotenbrille. Sie, elfengleich und zart im langen weißen Kleid. Die beiden zeigten sich bei der Premiere des Thrillers „World War Z“ als Hollywood-Stars zum Anfassen. Fast eine halbe Stunde lang gaben die beiden US-Schauspieler ihren Fans Autogramme, schüttelten Hände und ließen sich mit ihnen fotografieren, während die deutschen Prominenten vor der Fotowand posierten. Besonders Angelina Jolie wirkte locker und gelöst.

Am Sonntag war die Schauspielerin erstmals nach ihrer Brust-Operation wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten und hatte Pitt zur Premiere des Films in London begleitet. Die Schauspielerin hatte sich aufgrund ihres erhöhten Brustkrebs-Risikos vorsorglich beide Brüste amputieren lassen. Ihr mutiger Schritt sorgte weltweit für Schlagzeilen und Diskussionen.

Anders als in London, wo sie sich auf dem roten Teppich zu der Operation geäußert hatte und sich bei den Fans für die große Anteilnahme bedankte, sagte sie in Berlin nichts – sondern schritt wortlos, aber lächelnd an den Journalisten vorbei ins Kino. Vielleicht wollte sie Brad Pitt, der in „World War Z“ die Hauptrolle spielt, auch nicht die Show stehlen. Und das, obwohl Jolie an diesem Tag ihren 38. Geburtstag feierte. „Wir haben bereits im Flugzeug in 30.000 Fuß Höhe gefeiert und werden später noch Party machen“, verriet Pitt am roten Teppich. Der Schauspieler, der im Film einen Vater spielt, der seine Familie vor Zombies retten will, hatte Regisseur Marc Foster das Drehbuch geschickt. „Das war eine Ehre für mich“, sagte der im bayerischen Illertissen geborene Foster, der sich in Hollywood unter anderem mit dem James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ einen Namen gemacht hat. Er lobte seinen Hautdarsteller als „sehr respektvollen, einfühlsamen Schauspieler“. „Es hat großen Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten“, so Foster. Eine Nebenrolle im Film hat Moritz Bleibtreu, der einen Arzt spielt. Der Deutsche hat seinen Ausflug nach Hollywood zwar genossen. „Aber ich habe nicht vor, nur noch amerikanische Filme zu drehen“, sagte der Schauspieler. Für Brad Pitt und Angelina Jolie ging es vom Kinosaal erst mal Richtung Mitte. Im Sushi-Restaurant Kuchi in der Gipsstraße stärkte sich die Familie. Danach gab es im Privatclub Soho House an der Torstraße einen Empfang des Filmverleihers Paramount Pictures. Dorthin hatten die beiden Stars auch persönliche Freunde bestellt, offenbar um noch ein wenig privat zu feiern. Zu Berlin haben „Brangelina“ ohnehin eine ganz besondere Beziehung. 2008 drehte Brad Pitt mit Kult-Regisseur Quentin Tarantino in Potsdam-Babelsberg den Film „Inglorious Basterds“. Er und Angelina Jolie wohnten während der Dreharbeiten mit den Kindern Maddox, Pax, Zahara, Shiloh, Vivienne und Knox zwei Monate lang in der Villa „Palais Parkschloss“ am Wannsee. Damals sorgten Bodyguards, Privatköche und Kindermädchen rund um die Uhr für das Wohl der Großfamilie. Auch über eine Luxus-Wohnung an der Torstraße, die das Glamour-Paar angeblich kaufen wollte, war damals immer wieder spekuliert worden. In Berlin-Mitte besuchte Pitt unter anderem den Italiener „Al Contadino Sotto Le Stelle” an der Auguststraße sowie das Restaurant „Papà Pane“ an der Ackerstraße. Während der Berlinale im Februar 2012 speisten die Hollywood-Stars im Restaurant „Pauly Saal“ in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule. Dort zeigte Hobbyfotograf Brad Pitt auch Bilder, die er während der Dreharbeiten von Jolies Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“ gemacht hatte. Zudem interessiert sich der Schauspieler für Architektur. Mit Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit vom Berliner Architekturbüro Graft ist er eng befreundet. Auch die Kinder von Brad Pitt und Angelina Jolie durften das Nachtleben ein wenig genießen. Maddox, Zahara, Pax, Shiloh, Vivienne und Knox begleiteten ihre Eltern ins Sushi-Restaurant in Mitte. Später ging es dann ins Hotel Adlon. Dort hatte sich die Familie am Nachmittag einquartiert, nachdem sie mit einem Privatjet in Berlin gelandet war.