Mode

Sommer zum Anziehen

Vier Berliner Designer über die angesagten Kleider und Töne für die warme Jahreszeit

Es ist Frühling, ja schon fast Sommer: Endlich können warme Mäntel und Wollpullover im Schrank verschwinden und Platz machen für leichte Shirts, kurze Hosen und luftige Kleider. Auch an den ewig gleichen, gedeckten Grau- und Blautönen hat man sich über den langen Winter hinweg gründlich sattgesehen.

„Jetzt sind kräftige Farben angesagt“, sagt die Berliner Designerin Anna von Griesheim. Sie setzt in ihrer aktuellen Kollektion diesen Frühling und Sommer auf leuchtende Töne. „Rot, Pink, Koralle oder kräftiges Royalblau finde ich toll. Diese Farben kann man wunderbar zu sanfteren Tönen wie Rosé oder Creme kombinieren. Was die Schnitte angeht, ist alles etwas zurückhaltender, reduzierter. Pureness ist hier das Stichwort. Ich habe raffinierte Details wie gestickte Blumen, Biesen oder kleine Stehkragen – etwas asiatisch angehaucht. Schlicht, aber mit dem gewissen Etwas. Mit opulenten Mustern habe ich mich zurückgehalten“, sagt die Modemacherin.

Ihr Kollege Kilian Kerner setzt auf knallige Neonfarben, kombiniert zu weichen Naturtönen. „Das schafft einen tollen Kontrast. Die Schnitte sollten allerdings clean bleiben“, sagt der Designer. Sein absolutes „Must Have“ für Frauen in der warmen Jahreszeit: „Chiffon-Tops in Neonfarben. Bei den Männern dürfen kurze Hosen und ein lässiger Strickpullover für den Abend nicht fehlen.“

Malaika Raiss , die in Berlin seit 2010 das gleichnamige Label Malaikaraiss betreibt, sieht diesen Frühling „leuchtend und klar“. Bei ihr gibt es fließende Tunika-Kleider, Materialmix-Jacken mit verschiedenen Ledersorten und kurze Overalls aus Seide. Die Designerin kombiniert Weiß zu Palmenprints in sattem Grün und setzt Akzente mit Swimmingpool-Blau. „Eine Seidenhose mit Printmuster, flache Sandalen in leuchtenden Farben wie Pink, Orange oder Koralle und dazu eine passende Clutch“ sollten Frauen im Schrank haben.

Designer Michael Michalsky bevorzugt in seiner aktuellen Frühlings- und Sommerkollektion „Personal Sunshine“ sanfte Pastelltöne und Sandfarben, kombiniert zu üppigen Blumenprints. Feminin und zart sind seine Entwürfe für Frauen. Bei den Männern setzt er auf lässige Tragbarkeit. Neben Shorts sind auch 7/8-Hosen angesagt. Einen Wunsch hat der Berliner Modemacher für diesen Frühling: „Jute-Beutel sollen bitte endlich im Schrank bleiben.“ Und noch eine weitere Modesünde brennt Michalsky unter den Nägeln: „Flip-Flops gehören an den Strand – und nicht in die Innenstadt.“