Petra Götze

Saisonstart mit Hole-in-One

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Petra Götze über Turniere in Berlin und Brandenburg

In diesem Jahr mussten die Golfer wetterbedingt besonders lange pausieren. Und der Saisonstart ist holprig, denn der lange, harte Winter hat auf den Plätzen in Berlin und Brandenburg seine Spuren hinterlassen. Auf vielen Grüns hat sich trotz aller Bemühungen der Greenkeeper der hässliche Schneeschimmelpilz ausgebreitet. Das macht das Putten noch schwieriger, als es ohnehin schon ist. Für die Auftaktrunde von Mania Feilckes Ambassadors Cup im Märkischen Golfclub wurde deshalb die Vorgabewirksamkeit aufgehoben – obwohl einige Golfer wie Torsten Baake, Chef des DIN-Instituts, und Peter Fissenewert, Präsident der Freundesgesellschaft des Deutschen Herzzentrums, wild entschlossen waren, ihr Handicap gleich zu Beginn der Saison zu verbessern. Südkoreas Botschafter Jae-shin Kim (Handicap 18) sah das entspannter: „Habe gerade meine Mails gecheckt. Kim Jong-un wird heute nicht angreifen, da kann ich Golf spielen“, erklärte er am ersten Abschlag. Gegen seine enorm weiten Schläge hätte Nordkoreas Diktator auf dem Golfplatz keine Chance.

Im Golfclub am Motzener See wurde Jubiläum gefeiert: Zum 20. Mal hatten der Verein der Berliner Kaufleute und der Capital Club zum gemeinsamen Turnier geladen. Gespielt wurde Vierer-Scramble, was das Spiel deutlich entspannter macht, da man ja Spielpartner hat, die einen missglückten Schlag ausgleichen können. Ich hatte das Glück, mit zwei guten Golfern zu spielen: Michael Elkan (Handicap 15,1) und Robert Görsch (Handicap 8,6). Letzterer griff sogar bei manchen Fairway-Schlägen zum Driver – meist mit beeindruckendem Erfolg. Es half aber alles nichts: Gegen das gemeinsame Handicap 45 (!) des Sieger-Teams hatte das Gros der 80 sportlichen Teilnehmer, darunter Mercedes-Chef Walter Müller, Volleyball-Manager Kaweh Niroomand und Christian Göke von der Messe Berlin, keine Chance.

Unbestritten dagegen die Leistung von Eveline Goodman. Sie lochte den Ball mit einem Schlag ein – nur leider an der falschen Bahn. An der dritten Bahn hätte sie mit einem solchen Hole-in-One einen neuen Mercedes im Wert von 30.000 Euro gewonnen. Die Psychologin mit Handicap 25 nahm’s sportlich und spendierte anstelle des üblichen Getränks für alle 250 Euro für die Jugendarbeit des Golfclubs.