Matt Damon

Heimspiel mit Hollywood-Star

Matt Damon gibt in Berlin einen Vorgeschmack auf seinen Film „Elysium“

Die Gelegenheit war günstig: Hollywoodschauspieler Matt Damon nutzte seinen Aufenthalt in der Hauptstadt während der Dreharbeiten zum Clooney-Film „The Monuments Men“ am Montagabend, um mit Journalisten und Fans über seinen neuen Film „Elysium“ zu plaudern. Dazu hatte der Oscarpreisträger ins Event Cinema am Potsdamer Platz geladen, wo er erste Szenen aus dem Science-Fiction-Thriller zeigte und anschließend Rede und Antwort stand. Regisseur Neill Blomkamp, Produzent Simon Kinberg und Schauspielkollege Sharlto Copley wurden per Satellit live aus Los Angeles zugeschaltet. In dem Film, der am 22. August in den Kinos startet, geht es um die makellose Raumstation Elysium, auf die sich im Jahr 2159 die Superreichen abgesetzt haben – während der Rest der Menschheit auf der überbevölkerten und heruntergewirtschafteten Erde zugrunde geht.

Für seine Rolle musste sich Matt Damon eine Glatze, Fake-Tattoos und jede Menge Muskeln zulegen. Vor allem seine Frau hatte mit letzterem ihre Freude. „Ihr hat es gefallen, ein paar Monate mit diesem Kerl zusammenzuleben – und dann kam ich zurück“, scherzte der Schauspieler.

Für Matt Damon war der Abend fast ein Heimspiel. Bereits seit der Berlinale Anfang Februar wohnt der 42-Jährige mit seinem Kumpel George Clooney im Soho House an der Torstraße. „Für mich ist Berlin die coolste Stadt in Europa“, schwärmte er. Selbst der lange Winter störe ihn nicht: „Ich lebe in New York, da ist es genau so. Deshalb erinnert mich die Kälte an zu Hause. Ich habe schon vor zehn Jahren einmal vier Monate hier gedreht, ich liebe es, in der Stadt zu sein.“

2004 hatte Berlin als Kulisse für Matt Damons Film „Die Bourne Verschwörung“ gedient. Damals stand er an der Seite von Franka Potente unter anderem am Alexanderplatz und im Hotel „Westin Grand“ vor der Kamera. Derzeit können die Berliner Matt Damon in Mitte und Charlottenburg mit George Clooney und Cate Blanchett bei der Arbeit beobachten. Die Dreharbeiten zu „The Monuments Men“ sollen noch bis Ende Juni dauern. Wer es bis dahin nicht geschafft hat, dem Hollywoodstar mal zufällig über den Weg zu laufen, hat gute Chancen auf einen neuen Versuch : Es wird sicher nicht sein letzter Besuch in Berlin gewesen sein.