Fernsehen

Senf lästert über Saarland-„Tatort“

Er sei eine Zumutung und der schlechteste „Tatort“, den er je in seinem Leben gesehen habe.

Schauspieler Jochen Senf, der über Jahre hinweg den Kommissar Palu im Saarbrücker „Tatort“ gespielt hat, lästerte in der „Bild am Sonntag“ über die „Tatort“-Folge „Eine Handvoll Paradies“, die am gestrigen Sonntag in der ARD zu sehen war. Besonders harsch ist die Kritik an Devid Striesow. „Ich kann nicht verstehen, dass sich ein so guter Schauspieler wie Devid Striesow wie ein Söldner an einen ,Tatort‘ verdingt, der an Bedeutungslosigkeit nicht mehr zu unterbieten ist.“ 17 Jahre lang war der heute 71-Jährige Senf als Ermittler in Saarbrücken unterwegs. Seine Meinung zu Drehbuch und Geschichte: Der Film bestehe nur aus Szenen, die ohne jeglichen Zusammenhang aneinandergereiht wurden und nicht aufeinander aufbauen. Schuld daran sei der verantwortliche Sender, in diesem Fall der Saarländische Rundfunk (SR). „Deren Hauptabteilungsleiterin hat so viel Ahnung vom Fernsehen wie eine Kuh vom Schuhplattler.“ Der SR reagiert auf die harsche Kritik gelassen: „Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der Film ist von vielen Zeitungen, vor allem Fachzeitschriften, gut bewertet worden; der Rest ist Geschmackssache“, sagte Sprecher Peter Meyer.