Prominachwuchs

Mit dem Namen ins Rampenlicht

Fluch oder Segen? Oft gelingt es Kindern nicht, am Erfolg der Eltern anzuknüpfen

Sie nennen sich Schauspieler oder DJ – und wenn das nicht funktioniert, dann designen sie T-Shirts, Schmuck oder laufen für bekannte Modemacher über den Catwalk. Stimmt der Nachname, steht einer solchen Karriere nur selten etwas im Wege. Die Erfahrung zeigt jedoch: Nicht immer ist das, was Kinder prominenter Eltern tun, mit Erfolg gekrönt. Der Weg ins Rampenlicht gelingt aber meist reibungslos. Deutlich ausgesprochen hat dieses Phänomen einer, der es wissen muss: Schauspieler Uwe Ochsenknecht erklärte in einem Interview mit „Frau im Spiegel“ in Bezug auf seine Söhne Jimi Blue (21) und Wilson Gonzales (23): „Alles, was sie haben, ist der Name und die alten Filme. Und das reicht nicht auf Dauer.“

Ein bisschen erinnert dies an die Karriere von Noah Becker, Sohn von Tennis-Legende Boris Becker. Der 19-Jährige ist immer mal wieder als DJ anzutreffen, auch eine T-Shirt-Kollektion hat er herausgebracht – beides mit mäßigem Wiedererkennungswert. Auch die Til-Schweiger-Kinder Luna (16) und Lilli (14), Emma (10) und Valentin (17) gelten als Schauspieler, jedoch sind sie fast ausschließlich in Papas Filmen zu sehen.

Aber es gibt auch andere Beispiele. Schauspielerin Cosma Shiva Hagen, Tochter von Sängerin Nina Hagen, scheint auch ohne Mamas Hilfe gut zurecht zu kommen. Ähnlich ist es bei Wayne Carpendale, Sohn von Schlagerlegende Howard Carpendale. Als Schmuck- und Modedesignerin hat sich auch Jette Joop, Tochter von Designer Wolfgang Joop, etabliert. Dass sie ihrem Namen viel zu verdanken habe, gibt sie offen zu. In Schmuck macht auch Alessandra Pocher – ehemals Sandy Meyer-Wölden. Die Tochter des Tennis-Managers Axel Meyer-Wölden geriet durch eine Liaison mit Boris Becker ins Rampenlicht – und ist nun Frau von Comedian Oliver Pocher. Das ist immerhin auch eine Leistung.