Kino

Liebe unter schwierigen Bedingungen

Wenn aus einer langjährigen Freundschaft Liebe wird, reicht das oft schon aus, um den Beteiligten neben Schmetterlingen im Bauch auch Anflüge von Angst und Zweifel zu bescheren.

Wie sich diese Gefühle verstärken, wenn die Zuneigung von einer Krebserkrankung überschattet wird, können sich die meisten Menschen kaum vorstellen. Für die Verfilmung des autobiografischen Bestsellers „Heute bin ich blond“, die am heutigen Donnerstag in den Kinos startet, musste sich David Rott in eben diese Situation hineinversetzen. Er spielt den Freund der 21-jährigen Sophie (Lisa Tomaschewsky), die an Brustkrebs erkrankt.

Trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema weiß der Schauspieler nicht genau, wie er sich in einer solchen Situation verhalten würde. An seiner Figur bewundert er die Fähigkeit, die eigenen Gefühle in den Hintergrund zu stellen. „Ich würde mir wünschen, dass ich so reagiere wie er. Ich finde, in einer Freundschaft ist es wichtig, den anderen unabhängig von seiner eigenen Situation zu sehen“, sagte Rott.

Er selbst vermutet, nicht so stark sein zu können wie Sophie, die trotz allem ihren Lebensmut nicht verliert. „Ich glaube, ich wäre viel larmoyanter. Das merke ich schon, wenn ich nur mal eine Erkältung habe.“ as