Internetmobbing

Wenn das Internet zum Pranger wird

Immer wieder werden Prominente Opfer von Beschimpfungen im Netz. Die Morgenpost stellt die bekanntesten Fälle vor

Anfeindungen, Beleidigungen und einschüchternde Drohungen: In Zeiten von Facebook und Twitter bieten soziale Netzwerke Prominenten nicht nur weitere Kanäle zur Selbstvermarktung. Mehr Öffentlichkeit heißt im Gegenzug auch mehr Angriffsfläche für all diejenigen, die ihrem Ärger über eine Äußerung, das Verhalten oder die Lebensumstände der Prominenten Luft machen wollen – manchmal jedoch über die Maße einer gerechtfertigten Kritik hinaus.

So hatte zuletzt auch die beliebte Schauspielerin Anna Loos mit heftigen Beleidigungen zu kämpfen. Sie wurde auf ihrer Seite als „Schlampe aus dem Osten“ betitelt. Seit einiger Zeit ist Loos nicht nur als Schauspielerin, sondern auch mit der Band „Silly“ gut im Geschäft. Vielleicht holt die selbstbewusste Schauspielerin gerade deshalb zum Gegenschlag aus und bittet ihre Fans darum, dabei zu helfen, die anonymen Nutzer ausfindig zu machen. Auch am Montag positionierte sie sich noch einmal. „An alle Mitmenschen, die hier auf meiner Seite ihre Langeweile bekämpfen und ihren Frust ablassen wollen: Ich werde Euch löschen und ignorieren.“ Stattdessen riet die Schauspielerin, sich sinnvoll zu engagieren und gegen die Verbreitung von Aids zu kämpfen.

Einige Prominente gehen jedoch zu weit, um ihre Privatsphäre zu schützen. Die Hochspringerin Ariane Friedrich hatte den Namen und die Adresse eines Mannes auf Facebook veröffentlicht, der sie belästigt hatte.