Fernsehen

Im besten Alter für neue Aufgaben

Mit 33 Jahren spielt Felicitas Woll erstmals eine TV-Kommissarin und freut sich auf die Herausforderung

Vergangene Woche hat sich Felicitas Woll wieder einmal ins Großstadtgetümmel gestürzt. Während der Berlinale besuchte sie mehrere Empfänge und sogar die eine oder andere Party. Aber eigentlich ist die 33 Jahre alte Schauspielerin nach eigenen Angaben „ein ausgesprochenes Landei“. „Ich liebe ganz einfach die Natur. Diesen typischen Geruch von Moos und Harz im Wald“, schwärmt die Darstellerin, die durch die ARD-Vorabendserie „Berlin, Berlin“ bekannt geworden ist. „Draußen entspanne ich mich.“

Mit ihrer sieben Jahre alten Tochter Taisha Valentina lebt sie in einem kleinen Dorf in Nordhessen. Dass sie die Dreharbeiten zum neuen ZDF-Krimi „Schneewittchen muss sterben“ (25. Februar, 20.15 Uhr) nun in den Taunus geführt haben, kam der Naturliebhaberin sehr entgegen. „Eine wunderschöne Landschaft, mit urigen Wäldern und alten Burgen. Die Gegend ist sehr ursprünglich und hat schon fast etwas Märchenhaftes“, erzählt Woll.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Tim Bergmann bildet sie das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein, das in der neuen Krimireihe nach den Bestsellern von Autorin Nele Neuhaus auf Verbrecherjagd geht. Die bekannten Bücher kannte die Schauspielerin vorher nicht. „Ich komme leider wirklich viel zu selten zum Lesen“, gesteht sie. Die Rolle der Kommissarin Pia Kirchhoff habe ihr jedoch auf Anhieb gefallen. „Sie ist ein wandelbarer, freier Geist und lässt sich nicht in diese starre Polizistenrolle pressen. Sie hört lieber auf ihre weibliche Intuition und lässt sich von ihrem Bauchgefühl leiten“, sagt sie über ihre Rolle.

Auch sie selbst sei „eher ein Bauchmensch“, ergänzt Felicitas Woll. „Leider. Manchmal wäre ich gern rationaler, aber ich höre auch meistens auf mein Gefühl.“ Ein gutes Gefühl hat sie bei ihrer neuen Rolle als Ermittlerin. „Es war nicht direkt geplant, und ich hatte mir auch nicht vorgenommen, unbedingt mal eine Kommissarin zu spielen“, sagt sie. „Aber ich freue mich, diese Figur über einen längeren Zeitraum begleiten und entwickeln zu dürfen. Zudem bin ich jetzt ja auch schon 33 – ich glaube, das ist ein ganz gutes Alter für eine Ermittlerin.“