Fernsehen

Rock'n'Roll auf der Reeperbahn

Armin Rohde bekommt in der ZDF-Serie "Nachtschicht" einen neuen Kollegen

Ermittler Erichsen hat einen dicken Kopf. Die letzte Nacht war lang, mit seinen alten Kumpels Quante und Petry hat er ordentlich einen draufgemacht. Am Morgen gibt es jedoch ein böses Erwachen: Rechtsanwalt Boris Quante wird vor einem Nachtklub erschossen aufgefunden. So beginnt die neue Folge der Krimireihe "Nachtschicht" mit dem Titel "Geld regiert die Welt" (21. Januar, 20.15 Uhr, ZDF).

Armin Rohde spielt seit zehn Jahren den knurrigen Hauptkommissar Erich Bo Erichsen, der in Hamburg beim Kriminaldauerdienst tätig ist und mit seinen Kolleginnen Lisa Brenner (Barbara Auer) und Mimi Hu (Minh-Khai Phan-Thi) die Nachtschicht schiebt.

"Ich mag die Rolle wirklich sehr. Obwohl Erichsen eigentlich kein guter Kommissar ist. Der ist ja eher ein Verlierertyp", sagt der 57-Jährige über seine Figur. "Der Kriminaldauerdienst ist für viele eine Durchlaufstation, da bleibt man höchstens ein, zwei Jahre. Erichsen ist da hängen geblieben. Er hat selber Dreck am Stecken, und er macht auch oft Fehler. Er ist kein Saubermann - eher das Gegenteil. Aber ich mag seine Bärbeißigkeit und seine Sprödigkeit. Trotz allem strahlt er eine gewisse Wärme aus."

Wen Rohde ebenfalls schätzt, ist Lars Becker ("Kanak Attack"). Der Regisseur und Drehbuchautor ist verantwortlich für die "Nachtschicht"-Krimireihe, die sich durch ihre gesellschaftskritische Haltung und die skurrilen Gestalten aus dem Hamburger Nachtleben von anderen Serien abhebt.

"So eine Nachtschicht-Folge ist wie ein Rockalbum. Mal überwiegen die Balladen, mal ist es purer Rock'n'Roll", sagt Rohde. "Lars lässt sich immer neue Geschichten einfallen und holt auch immer wieder spannende Leute ins Boot. Er kennt einfach Hamburg und den Kiez und ist sehr nah dran an den Leuten. Das merkt man der Serie an."

In der neuen Folge "Geld regiert die Welt" bekommt Erichsen neben einer Abmahnung auch noch einen jungen Kollegen an die Seite, der das genaue Gegenteil von ihm ist. Yannik Kruse, gespielt von Christoph Letkowski, kommt frisch von der Polizeischule. "Klar, dass es da auch mal kracht", sagt Rohde. "Aber Christoph ist eine coole Socke. Er passt gut ins Team."

Christoph Letkowski, der unter anderem an der Berliner Volksbühne Theatererfahrung gesammelt hat und schon in einigen Film- und Fernsehproduktionen mitspielte, fühlt sich inzwischen wohl als Teil der "Nachtschicht"-Truppe. "Der Anfang war für mich zwar schon ein Sprung ins kalte Wasser", sagt der 30-Jährige. "Aber wie sagt man da in Hamburg: "Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken".