Film

Die Kraft der zwei Rollen

Matthias Schweighöfer feiert mit seinem Film "Schlussmacher" das zweite Mal eine Premiere als Regisseur und Hauptdarsteller

Als Matthias Schweighöfer am Montagabend im Sony Center am Potsdamer Platz sein zweites Regiewerk "Schlussmacher" präsentierte, musste er sich über den Erfolg der romantischen Komödie eigentliche schon keine Gedanken mehr machen. Denn egal, ob vor oder hinter der Kamera: Was der Schauspieler und nebenberufliche Frauenschwarm derzeit anfasst, kommt an.

Sein Können als Filmemacher brachte dem 31-Jährigen schon großes Lob von der amerikanischen Zeitung "The New York Times" ein, die ihn kürzlich mit einem Woody-Allen -Vergleich adelte und ihn dank seines Regiedebüts "What a Man" als Talent lobte, das es zu beobachten gelte.

Trotz allen Lobes vorab ließ es sich Matthias Schweighöfer an seinem Premierenabend dennoch nicht nehmen, die große Filmprominenz einzuladen. Neben seinen Hauptdarstellern Milan Peschel, Nadja Uhl und Heiner Lauterbach erhielt Schweighöfer auch seelischen Beistand von seinen Eltern Gitta und Michael Schweighöfer, die im Film ebenfalls kleinere Rollen übernommen haben.

Weitere prominente Gäste waren unter anderen der Rapper Cro. Er lief über den roten Teppich und outete sich als großer Matthias-Schweighöfer-Fan. Joko Winterscheidt, Christiane Paul und Henry Hübchen waren ebenso gekommen, um das Werk ihres Kollegen anzusehen. "Ich habe noch nie mit Jemandem Schluss gemacht, ich bin ein Festhalter bis zum Untergang", sagte Henry Hübchen.

Für Aufregung bei den weiblichen Fans am roten Teppich sorgten die fünf Mitglieder der britischen Boyband Blue, die mit ihrer Single "Hurt Lovers" den Titelsong zu "Schlussmacher" beigesteuert haben.

In seinem Film spielt Matthias Schweighöfer die Rolle von Paul, der für eine Berliner Agentur Trennungsbotschaften seiner Kunden an deren zukünftige Ex-Partner übermittelt. Dabei gerät er eines Tages an den sensiblen und chaotischen Toto (Milan Peschel), der die Trennung von seiner Freundin nicht überwinden kann und sich deshalb von Paul trösten lässt. Mit seinem Co-Star verbindet Matthias Schweighöfer übrigens auch abseits des Filmsets eine tiefe Freundschaft.

Der Job seiner Hauptfigur wäre hingegen im wahren Leben wohl nichts für ihn. "Einen Tag lang wäre das vielleicht interessant, aber dann fände ich es furchtbar", sagte der Schauspieler. "Schluss machen ist nichts Schönes."

Schweighöfers Beziehung zu der Regieassistentin Ani Schromm ging im Februar vergangenen Jahres nach acht Jahren auseinander. Sie haben zusammen eine dreijährige Tochter, Greta. Ob es für die Drei noch ein Happy End gibt, wird die Zukunft zeigen. Wie die Geschichte von "Schlussmacher" Paul endet, erfahren Schweighöfer-Fans schon ab dem 10. Januar, wenn der Film deutschlandweit in den Kinos startet.