Marie Bäumer

Wieder im Rampenlicht

Mit gleich drei großen Produktionen meldet sich Marie Bäumer im deutschen Fernsehen zurück

Lange Zeit hat man nichts von ihr gehört, doch ins Jahr 2013 startet sie nun mit enormer Präsenz. In gleich drei großen Fernsehproduktionen ist Marie Bäumer alleine im Januar zu sehen. Nach einem Jahr Schaffenspause nimmt die Karriere der Schauspielerin jetzt wieder Fahrt auf.

Mit einer Hauptrolle in der zweiteiligen Bestseller-Verfilmung von Charlotte Links "Das andere Kind" setzte die ARD am vergangenen Mittwoch und Donnerstag voll auf die 43-Jährige. Mit einer Adaption von Martin Suters Roman "Der letzte Weynfeldt" im ZDF am Sonnabend, 5. Januar, geht es danach fast nahtlos weiter. Den dritten großen Auftritt hat Marie Bäumer dann von Sonntag an mit dem aufwendigen Dreiteiler "Das Adlon. Eine Familiensaga" von Regisseur Uli Edel.

Ihr Abtauchen aus der Öffentlichkeit begründet Bäumer gegenüber der "Bild"-Zeitung damit, dass sie sich "neu sortieren und Dinge verändern musste". 2009 hatte sie sich nach elf Jahren Beziehung von Schauspieler Nicki von Tempelhoff getrennt. Nach zwei Umzügen hat sie sich nun mit Sohn Shawn (15) in München niedergelassen. "Das war alles recht anstrengend", gibt sie zu.

Anstrengende und anspruchsvolle Rollen spielt sie auch in den drei großen Filmproduktionen. In "Das andere Kind" verkörpert sie die britische Ärztin Leslie Cramer, die sich auf eine Affäre mit dem Verlobten ihrer besten Freundin einlässt.

Einen ganz anderen Charakter gibt die gebürtige Düsseldorferin als hübsche Lorena in der Verfilmung des Suter-Romans an der Seite des Schauspielers Stefan Kurt. Dieser verkörpert die Titelfigur Andreas Weynfeldt, ein Schweizer Kunstexperte aus wohlhabender Familie, dessen geregeltes Leben Marie Bäumer alias Lorena durcheinander bringt. Durch sie gerät er in Kontakt mit dem Fälscher- und Erpressermilieu, zu dem er bis dahin Distanz gehalten hatte.

Die Geschichte ist ein wenig verworren: Der sonst so strukturierte Weynfeldt erliegt dem Charme der attraktiven Frau, kann sie von einem Selbstmord abhalten. Von dem Zeitpunkt an macht Lorena den Kunstexperten dann jedoch für ihr Leben verantwortlich - ein Unterfangen, das ihm und seiner Karriere enorme Probleme bereiten könnte.

Einen Tag später ist Marie Bäumer dann als Hedda Adlon zu sehen, die mit ihrem Mann Louis, gespielt von Heino Ferch, das berühmte Hotel in zweiter Generation führt. Neben Bäumer und Ferch sind auch Burghart Klaußner, Wotan Wilke Möhring, Anja Kling, Katharina Wackernagel und Jürgen Vogel in dem dreiteiligen TV-Film über das Nobelhotel zu sehen.

Dass sie verschiedenen Charakteren gerecht werden kann, bewies Bäumer bereits in den vergangenen Jahren, in denen sie in rund 30 Filmen zu sehen war. Mit "Männerpension" von Regisseur Detlev Buck wechselte die Theaterschauspielerin 1996 vor die Kamera. Es folgten Rollen in "Der Schuh des Manitu", im oscar-preisgekrönten Film "Die Fälscher" oder im TV-Epos "Dresden". Es scheint, als könne sie einfach jede Figur überzeugend spielen. Und der Januar bietet sich aufgrund der enorm hohen Marie-Bäumer-Dichte perfekt für eine Vergleichsstudie an.