Fernsehen

"Die Ehe verändert einiges"

Moderator Frank Plasberg über seinen persönlichen Höhepunkt 2012

Es war das Jahr der Euro-Krise und der Wulff-Affäre. Ein Jahr, in dem der BER-Start und auch Joachim Löws EM-Träume platzten. In dem die Olympischen Spiele faszinierten und der Amoklauf von Newtown schockierte. Auch 2012 lässt sich wieder auf viele Nachrichten zurückblicken - bei Frank Plasberg jedoch nur unter vollem Körpereinsatz. Bereits zum fünften Mal führt der Moderator am Sonnabend (20.15 Uhr) in der ARD durch "Das Quiz", in dem sich prominente Kandidaten wie Jan Josef Liefers und Günther Jauch für den guten Zweck in verschiedenen Spielen beweisen müssen. "Es wird einen Zeitpunkt geben, an dem selbst Verona Pooth ihre High Heels ausziehen muss. In unserer Sendung geht es eben nicht nur um Allgemeinwissen, sondern auch um Athletik. Deshalb moderiere ich sie ja, statt selbst mitzumischen", erzählt der 55-Jährige, für den das Jahr einen persönlichen Höhepunkt bereithielt. Im August heiratete er seine Kollegin Anne Gesthuysen, mit der er einen bald zweijährigen Sohn hat. "Natürlich verändert die Ehe einiges. Meine Frau hat beispielsweise meinen Namen angenommen. Und meine Mutter fühlte sich deshalb verpflichtet, ihr anzubieten, diesmal zu Weihnachten den Rehrücken zuzubereiten. Ich sage nur: eine mutige Entscheidung."

Sein Allgemeinwissen bezeichnet der Polittalker selbst als "durchschnittlich" und "eher breit als tief". In seinem Beruf lese er sich vieles in kürzester Zeit an. "Ich hätte gern einmal tiefer gebohrt, etwa in einer Abschlussarbeit an der Uni." Allerdings brach er sein Studium der Theaterwissenschaft, Politik und Pädagogik nach 17 Semestern ab. "Nicht aus Faulheit", wie er betont, "aber vielleicht aus einem Mangel an Beharrlichkeit." Mittlerweile habe er sich zwar mit diesem Umstand arrangiert - doch gibt es noch etwas, das Frank Plasberg gern vertiefen möchte: "Die Fachliteratur für eine Spur-1-Gartenbahn." Und während er in seiner Show 2012 Revue passieren lässt, sind seine Wünsche für das kommende Jahr bescheiden. "Mit dem Alter lernt man den Status quo zu schätzen. Meinetwegen sollte alles, was uns in diesem Jahr gut gelungen ist, genau so bleiben."