Jubiläum

Ein Geburtstag voller Hoffnung

Die Welthungerhilfe begeht mit einem Festakt ihr 50-jähriges Bestehen

Zum 50-jährigen Bestehen der Welthungerhilfe wünscht sich Präsidentin Bärbel Dieckmann vor allem eines: dass die Organisation überflüssig wird und ihren 100. Geburtstag nicht mehr feiern muss. "Vielleicht haben wir später andere Aufgaben. Doch der Hunger muss bis dahin überwunden sein", sagte Dieckmann. Das Jubiläum wurde am Freitagabend mit einem Festakt im Berliner Ensemble gefeiert. Zu der Veranstaltung, die Bärbel Schäfer moderierte, kam auch Bundespräsident Joachim Gauck. "Dass im 21. Jahrhundert trotz des technischen Fortschritts Menschen verhungern, kann und will ich nicht akzeptieren", sagte er in seiner Ansprache. "Angesichts des Bevölkerungswachstums und des Klimawandels müssen wir uns noch mehr dafür einsetzen, dass der Hunger gestoppt wird." Zudem kritisierte er die "Wegwerfmentalität" in den Industrieländern. Der Bundespräsident ist traditionell Schirmherr der Welthungerhilfe, die am 14. Dezember 1962 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gegründet wurde. Unter den mehr als 700 Gästen waren Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), Sängerin Katja Ebstein, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Schriftsteller Henning Mankell und Designerin Anna von Griesheim.