Fernsehen

"Zu viel Mist und Durchschnitt"

Der Schauspieler und TV-Kommissar Ulrich Tukur wünscht sich mehr Experimentierfreude beim "Tatort".

"Ich bin kein eingefleischter 'Tatort'-Fan. Ich habe zu viel Mist und Durchschnitt gesehen", sagt der 55-Jährige. Er fordert: "Man sollte mit dem 'Tatort' mehr experimentieren, Ungewohntes zeigen. Es ist ja ein sehr robustes Format. Da muss man mal aus der Reihe fallen dürfen und bei aller Unterhaltung auch ein wenig anstrengen und den Zuschauer etwas höher springen lassen."

Soeben hat er die Dreharbeiten zu seinem dritten "Tatort" als Kommissar Felix Murot beendet. Nummer vier und fünf sind bereits geplant. "Danach weiß ich nicht, ob es weitergeht und wie. Wenn ich merke, dass es mir keinen Spaß mehr macht, höre ich auf", sagt Tukur. "Der Tumor im Kopf kann Felix Murot ja jederzeit erledigen. Ich werde in dieser Folge zwar als geheilt entlassen, aber die Zuschauer werden sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass meine Operation doch nicht so erfolgreich war." Angst vor einem Karriereknick hat Ulrich Tukur nicht. "Der Knick kommt irgendwann. Bis dahin sollte man nicht zu viel machen und sich nicht an Dinge verkaufen, hinter denen man nicht steht."