Modenschau

Modische Hausfrauen

Es war eine Modenschau der besonderen Art, als der historische Nikolaisaal in Potsdam von Hausfrauen bevölkert wurde.

Unter dem Motto "Home sweet home" marschierte eine Armada von "Housewives" über einen Laufsteg, von denen eine extravaganter aussah als die andere. Anlass für die ungewöhnliche Modenschau war der Namenstag von Saint Catherine, der französischen Schutzpatronin der Haute Couture. Der wird traditionell von der Berliner Modeschule Esmod mit einem Showspektakel für karitative Zwecke gefeiert. In diesem Jahr ging der Erlös der Eintrittskarten an das Autonome Frauenzentrum Potsdam. Rund 500 Gäste applaudierten den Models, allesamt Studentinnen der Modeschule, als sie in ihren Fantasiegewändern aus Plastik, PVC oder Polyester durch den Saal schritten. "Das Thema konnten wir sehr frei interpretieren", sagte Johanna Schuller, die ihre blaue Robe selber vorführte. Um die Stoffe mussten sich alle Studenten selbst kümmern - und taten dabei ungewöhnliche Quellen auf. So wurde etwa Francisco Rojas in einem Geschäft für Werkstoffe fündig. Bei näherer Betrachtung seiner Kreation "Dream" wusste man dann auch, wo die meterlange Plastikfolie geblieben ist. Sie schimmerte auf seinem weißen Abendkleid.