Neue Show

Wie im Traum

Premiere der neuen Show "Corteo" vom Cirque du Soleil

Wenn ein Clown beerdigt wird, ist alles ein bisschen anders: Da schweben kleine Menschen an Heliumballons durch die Luft, da werden Betten zu sich drehenden Trampolinen und Kristallgläser zu Musikinstrumenten. Es gibt Engel, tanzende und fliegende Marionetten und beinahe magische Illusionen.

Am Donnerstagabend feierte die neue Show des legendären Cirque du Soleil am Hauptbahnhof Premiere. Ganz klassisch duftete es im Vorzelt nach Popcorn, was bei vielen Erinnerungen an frühere Zirkusbesuche weckte: "Als Kind bin ich gar nicht gern in den Zirkus gegangen", erzählte Schauspielerin Gesine Cukrowski, "ich hatte bei diesen gefährlichen Trapez-Kunststücken immer total Angst, dass den Artisten etwas passiert." Das sei an diesem Abend aber anders: "Die sind hier so professionell, das kann dann auch ich genießen." So kamen einige der prominenten Besucher auch mit ihren Kindern, wie zum Beispiel die Schauspieler Marco Girnth, Thomas Heinze oder Kollegin Ursula Karven: "Ich bin ein großer Fan und wollte das meinem Sohn Liam mal zeigen." Und der wünschte sich "etwas, wozu ich einfach ,Wow' sagen kann".

Da gab es in dem Programm "Corteo", das die Zuschauer für zweieinhalb Stunden in die Fantasiewelt des Clowns Mauro mitnimmt, bestimmt einiges: Mauro erträumt sich seine eigene Beerdigung - mit Karnevalsatmosphäre statt Trauerstimmung, bunten Farben statt tristem Schwarz und einer fröhlich-munteren Musikuntermalung. "Ich habe alle CDs, wollte schon seit der Schauspielschule eine Show live sehen", erzählte Schauspielerin Silke Bodenbender. Maren Gilzer, die in Begleitung von Egon F. Freiheit kam, zeigte sich als Tierfreundin: "Im Zirkus muss man ein schlechtes Gefühl wegen der Tiere haben - das fällt hier weg und man kann die Show einfach genießen." Michael Gwisdek ließ sich an diesem Abend seine "Fantasie anregen", wie wohl viele andere Gäste auch - darunter unter anderem noch Katharina Wackernagel, Bernhard Schir, Dieter Moor, Catherine Flemming und Valerie Niehaus. Das Ensemble gastiert noch bis zum 30. Dezember in Berlin.