Film

Regisseur Ang Lee beweist wieder Mut

Der Bestseller von Yann Martel aus dem Jahr 2001 galt als nicht verfilmbar.

Der junge Inder Pi soll mit seiner Familie, die einen Zoo besitzt, nach Kanada auswandern. Die Tiere reisen mit der Familie auf einem Frachter, der nach einer Havarie sinkt. Pi kann sich als Einziger auf ein Beiboot retten, mit ihm schaffen es eine Hyäne, ein Zebra, ein Orang-Utan und ein Tiger auf das Boot. Der Roman erzählt die Geschichte einer Odyssee, an deren Ende der Tiger verschwunden, die anderen Tiere tot und Pi nur knapp fleischfressenden Algen entkommen ist.

Regisseur Ang Lee, der 2006 für "Brokeback Mountain" den Oscar erhielt, hat sich an den Stoff gewagt und "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" verfilmt. Die Hauptrolle des jungen Pi spielt der bisher unbekannte Suraj Sharma, in einer Nebenrolle ist Gérard Depardieu zu sehen. Ang Lee kam am Mittwochabend zur exklusiven Vorführung seines Films am Potsdamer Platz, winkte fast schüchtern in die Kameras: "Es ist schön, den Film in Berlin präsentieren zu können", sagte er. Zu den Gästen gehörte auch Schauspielerin Dorkas Kiefer, der der Film schon deshalb gefiel, "weil ich Tiere so liebe", außerdem Thomas Heinze, Regisseur Wim Wenders, Barbara Schöne und der britische Botschafter Simon McDonald.

( ne )