Vergänglich

Bergers Erinnerungen an bessere Zeiten

Er war einmal ganz oben. Galt als Ikone des europäischen Kinos und als schönster Mann der Welt.

Nun spielt der österreichische Schauspieler Helmut Berger ernsthaft mit dem Gedanken, ins RTL-"Dschungelcamp" einzuziehen und sorgte zudem am Mittwoch mit einem bizarren Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz für negative Schlagzeilen. Der 68-Jährige wirkte angetrunken und abwesend, nur ein Schatten seiner selbst. Am Donnerstag trat Helmut Berger im Hotel Regent an der Charlottenstraße vor die Presse. Er wollte seinen Bildband "Helmut Berger - Ein Leben in Bildern" bewerben. Auch hier präsentierte er sich fahrig, trank auf der Bühne ein Bier, während er, kaum verständlich und mit viel Verzögerung, über bessere Zeiten referierte. Damals, als er mit Romy Schneider ("Sie war wie meine Schwester") für "Ludwig II." vor der Kamera stand, oder später den "Denver Clan" drehte ("Es war furchtbar"). Heute müsse er von knapp 450 Euro Rente leben, "solche Filme wie Gérard Depardieu möchte ich trotzdem nicht drehen". Auf seine öffentlichen Eskapaden bei Lanz angesprochen lächelte Berger: "Da war ich gut drauf. Mit Herrn Lanz habe ich gar kein Problem. Ich bin froh, dass er jetzt 'Wetten, dass..?' macht und nicht mehr der Thomas Gottschalk."