Charity

Ein Dinner gegen das Vergessen

"Ich empfinde es als sehr wichtig, den Opfern die Würde ihres Namens wiederzugeben - und wenigstens einen kleinen Teil ihrer Biografie", sagt Iris Berben über ihren Einsatz für den "Raum der Namen". Er gehört zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas und soll jenen Toten, die von ihren Angehörigen nicht bestattet werden konnten, mittels sorgsam recherchierter Lebensläufe ihre Identität zurückgegeben.

Deportiert, ermordet, anonym verbrannt: Durch den Holocaust verloren Millionen Menschen ihr Leben. Jeder einzelne von ihnen hatte seine Geschichte. Viele sind nicht bekannt oder vergessen. Mit Spendenaufrufen trägt der Förderkreis e.V. Denkmal für die ermordeten Juden Europas dafür Sorge, dass die Biografien von mehr Opfern rekonstruiert werden können.

Für das neue Stiftungsprojekt "Du bist anders? Verfolgung von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus" hatten die Vorsitzende, Publizistin Lea Rosh, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsminister Bernd Neumann am Dienstagabend zur Diskussion und einem Charity-Dinner in das Hotel Adlon Kempinski am Brandenburger Tor eingeladen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble war gekommen, um die Tischrede zu halten, Johannes M. Fischer, Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau", um den "Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus" entgegenzunehmen.