Kino

Mit der Lizenz zum Begeistern

Daniel Craig und sein Bond-Girl feiern die Premiere von "Skyfall" am Potsdamer Platz

Viel wurde im Vorwege geredet. Über ihn, mit ihm. Reichlich Spekulatives war dabei, wie es sich so gehört für einen Film, in dem der zweifelsohne berühmteste Geheimagent der Welt zum Einsatz kommt. Am Dienstagabend dann wurde endlich auch das letzte Geheimnis, das sich noch um "Skyfall", die neuste James-Bond-Episode, rankte, gelüftet. Zumindest für jene rund 1800 Gäste, die im Theater am Potsdamer Platz in den Genuss kamen, das Kinospektakel bereits zwei Tage vor dem offiziellen Deutschlandstart auf großer Leinwand sehen zu dürfen. Zahlreiche Prominente liefen über den roten Teppich am Marlene-Dietrich-Platz, darunter Schauspielerin Alexandra Neldel, Berlinale-Chef Dieter Kosslick und Produzentin Regina Ziegler. Doch warteten Fans und Fotografen bei ungemütlicher Kälte eigentlich nur auf ihn: Daniel Craig, seit 2006 im Dienste ihrer Majestät unterwegs und unlängst von einem der vielen Vorgänger, Roger Moore, zum "besten Bond" geadelt. Sicherlich ist der komplett durchtrainierte Craig der Coolste seiner Riege. Frauen lieben, Männer bewundern ihn. Das bewiesen all die Schaulustigen, die auf ein Autogramm des Superagenten hofften - und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Er schwärmte: "Daniel Craig ist sexy."

Der hingegen scheint sich schwer an den Rummel gewöhnen zu können. Er komme aus einfachen Verhältnissen, sagte der 44-Jährige. Und wenn man da plötzlich mit Ruhm "überschüttet" werde, sei das "sehr verwirrend". Und, nein, er springe in seiner Freizeit nicht mit Fallschirmen aus Flugzeugen. "Ich bin lieber bei meiner Familie." Seine Frau Rachel Weisz, die er zur Weltpremiere in London mitbrachte, ließ er diesmal jedoch zu Hause. Stattdessen posierten Regisseur Sam Mendes, Produzentin Barbara Broccoli und Bérénice Marlohe, neben Naomie Harris eines der Bond-Girls, mit ihm. Letztere zeigte sich von ihrem smarten Kollegen begeistert - und bekannte, privat für einen früheren 007 zu schwärmen: Sean Connery. Nach der Premiere wollte das Team ursprünglich zu einer weiteren Vorstellung nach New York fliegen, Wirbelsturm "Sandy" verhinderte dies jedoch. Bei Naturgewalten ist also selbst ein Bond machtlos. Das ist doch irgendwie beruhigend.