Charity

Ein Abend für jene, die nicht wegsehen wollen

Die Kindernothilfe ehrt Journalisten mit ihrem Medienpreis im E-Werk

Sie geben all jenen eine Stimme, die sonst kaum erhört werden. Genau dafür wurden am Freitagabend beim Medienpreis der Kindernothilfe im E-Werk mehrere Journalisten geehrt. In diesem Jahr stand die trotz des ernsten Themas glamouröse Veranstaltung, deren Schirmherrschaft erneut Christina Rau übernommen hatte, unter dem Titel "Kinderrechte in der einen Welt". "Wir sind eine Gesellschaft des Wegsehens geworden. Dabei müssen wir heute umso genauer hinsehen", sagte sie bei ihrer Begrüßung der rund 400 Gäste, unter denen sich auch Prominente wie der Politiker und Vorsitzende des Stiftungsrates Norbert Blüm, Schauspielerin Lisa Martinek, Sänger Andreas Bourani und Moderator Ulrich Meyer mit Ehefrau Georgia Tornow befanden. Natalia Wörner warb als Botschafterin der Kindernothilfe für deren Arbeit. Sie ist selbst Mutter eines fünf Jahre alten Sohnes. "Seitdem berühren mich die Schicksale der Kinder natürlich noch mehr." Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Wolfgang Bauer von der Zeitschrift "Nido" mit seinem Artikel "Verhextes Land", Martin Steffen mit seiner Fotostrecke "Tödliches Recycling" in der "Badischen Zeitung" sowie Philipp Abresch (ARD) mit dem Fernsehbeitrag "Die Kinder der Müllhalde".

Erstmals wurde eine Auszeichnung durch eine Kinderjury vergeben. Sie ging an die Hörfunkjournalistin Ulrike Klausmann (WDR 5) für ihren Beitrag "Wenn sie uns finden, sind wir verloren." Damit, sagte Christina Rau, kämen nun bei dieser Gala diejenigen zu Wort, denen sie gewidmet ist - die Kinder.