Moritz Bleibtreu

Die Sorge um seinen "kleinen Menschen"

Im Kino gibt er gern den Helden, privat kennt Moritz Bleibtreu das Gefühl von Angst nur zu gut.

Im Interview mit der Zeitschrift "Cosmopolitan" gab der Schauspieler zu, sich in seiner Kindheit vor vielen Dingen gefürchtet zu haben. Auf die Frage, ob er früher ein Angsthase gewesen sei, antwortete der 41-Jährige: "Ja. Und ich wurde auch so genannt." Bis heute sei ihm häufiger mulmig. "Angst ist ja der elementarste Überlebenstrieb, den es gibt. Nur sollte dieses Gefühl eben gut dosiert sein."

Mit der Geburt seines Sohnes im November 2008 sei das Angstgefühl allerdings ganz anders dosiert worden. "Wie gesagt, als kleiner Junge war mir Angst sehr vertraut und ich habe immer gedacht, dass dieses Gefühl irgendwann weggeht. Mit der Geburt meines Sohnes habe ich kapiert, dass ein angstfreies Leben für uns gar nicht gedacht ist. Denn durch diese Furcht lernt man, andere zu beschützen. Die Sorge um meinen kleinen Menschen werde ich nie wieder los. Und alles, was bis dahin als Angst in meinem Leben stattgefunden hat, war nur die Übung dafür", so Bleibtreu, der ab dem 27. September im Film "Schutzengel" zu sehen ist.