Deutscher Fernsehpreis

Hoffnungen auf den Ritterschlag

Er gilt als eine der höchsten Auszeichnungen in der TV-Branche.

Am 2. Oktober wird in Köln zum 14. Mal der Deutsche Fernsehpreis verliehen. In diesem Jahr wolle man vor allem die klassischen Formate und Genres hervorheben, sagte die Juryvorsitzende Christiane Ruff bei der Vorstellung der Nominierungen in Berlin. Als bester Schauspieler könnte Matthias Brandt für die viel diskutierte "Polizeiruf 110"-Folge "Denn sie wissen nicht, was sie tun", die von der ARD aufgrund einiger gewalttätigen Szenen ins Spätprogramm geschoben wurde, geehrt werden. Gegen Brandt treten Bjarne Mädel als "Der Tatortreiniger", Misel Maticevic, Wotan Wilke Möhring in "Der letzte schöne Tag" sowie Ulrich Noethen in "Das unsichtbare Mädchen" an. Als beste weibliche Schauspielerinnen gehen unter anderem Barbara Auer und Ina Weisse ins Rennen, ebenso Silke Bodenbender und Anja Kling. Alle Nominierten brillierten durch die komplexe Figuren und eine sehr präzise Darstellung, so die Schauspielerin Annette Frier, die auch Mitglied der Jury ist. Der Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 vergeben. Das ZDF strahlt die von Oliver Welke und Olaf Schubert moderierte Gala am 4. Oktober aus.