Götz Schubert

"Was mache ich hier eigentlich?"

Ulli ist Fischverkäufer, wäre aber eigentlich lieber Koch.

Zu allem Übel steckt er auch noch in der Midlife Crisis. Als seine Frau im Lotto gewinnt und niemandem davon erzählt, weil sie ihren Liebsten mit einem eigenen Restaurant überraschen will, ist das Chaos perfekt. In dem Fernsehfilm "Mensch Mama", der am 14. September in der ARD (20.15 Uhr) läuft, geht es drunter und drüber. Völlig aus der Luft gegriffen findet Hauptdarsteller Götz Schubert den Plot aber nicht - ganz im Gegenteil. "Natürlich gab es in meiner Ehe auch schon Momente, die ich dort wiedererkannt habe. Oder Situationen, in denen ich mich gefragt habe: Was mache ich hier eigentlich und wieso gehe ich nicht ins Kloster?", sagt der 49-Jährige. Auch das Gefühl, mit der eigenen Rolle im Leben zu hadern, kennt er zuweilen: "Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, genau das Richtige zu machen. Doch manches in der Medienlandschaft befremdet mich, zum Beispiel die surreale Notwendigkeit ständiger Medienpräsenz. Dann würde ich mich gerne manchmal für ein paar Monate vollkommen zurückziehen."

Lotto spielt Schubert übrigens aus Prinzip nicht: "Ich brauche das Gefühl, mir Dinge im Leben erarbeitet zu haben."