Traditionsunternehmen

KPM feiert königliches Hoffest

Traditionsunternehmen ehrt Friedrich den Großen mit Porzellankartoffel

Seit Jahrzehnten ist das Hoffest der Königlichen Porzellan-Manufaktur ein fester Bestandteil des Berliner Sommers. In diesem Jahr haben KPM-Chef Jörg Woltmann und seine Gäste sogar noch einen weiteren Grund zum Feiern: den 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen. Zu diesem Anlass steht das Fest auf dem historischen Gelände der Manufaktur in der Wegelystraße an diesem Wochenende ganz im Zeichen des einstigen Namensgebers des Traditionsunternehmens. Um den Preußen-König gebührend zu ehren, präsentiert KPM 2012 die Friedrich-Kartoffel, die beim Hoffest zum ersten Mal erworben werden kann. Das Porzellan-Schmuckstück ist einer echten Kartoffel nachempfunden und wird von einem Siegel mit dem Porträt Friedrichs des Großen geziert.

"Friedrich gilt als Kartoffelkönig. Er hat die Kartoffel 1756 nach Preußen gebracht", erklärt Jörg Woltmann. "Um den ersten Anbau ranken sich viele Geschichten. Zum Beispiel, dass der König die Felder bewachen ließ, um das Volk glauben zu machen, es handle sich um etwas Besonderes. Wir wollten zu diesem Anlass etwas Extravagantes schaffen."

Woltmann übernahm KPM 2006 als Alleingesellschafter. Die Rettung vor der drohenden Insolvenz war für den Bankier eine Herzensangelegenheit: "Ich bin mit KPM groß geworden. Für mich als gebürtigen Berliner war es auf jeden Fall eine patriotische Verpflichtung, dieses Unternehmen zu bewahren", sagt der 65-Jährige. Für ihn gehört KPM zu Berlin wie das Brandenburger Tor. "Wir haben Kunst und Kultur, und wir haben KPM", so Woltmann. "Wir sind das älteste Unternehmen Berlins. Sieben Könige und Kaiser haben diese Manufaktur besessen. Wer kann das schon von sich behaupten?"

Das Hoffest in der Wegelystraße 1 in Charlottenburg ist am heutigen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Die Besucher können sich neben Kartoffelspezialitäten auf die Besichtigung der Schauwerkstatt und eine Brautmodenschau freuen. Der Eintritt ist frei.