Gedenken

"Der Bernd fehlt"

Freunde bei der Vorführung des Films über verstorbenen Bernd Eichinger

Für ihn gibt es viele Beschreibungen. Als Antreiber galt er, als Visionär, Filmgenie und Erfolgsproduzent. Für diejenigen aber, die ihn besser kannten, bleibt er schlicht: "der Bernd". Ein guter Freund, ein liebevoller Vater, ein großartiger Kollege. So wäre es wohl auch im Sinne des vor anderthalb Jahren völlig unerwartet verstorbenen Bernd Eichingers gewesen, dass ein Dokumentarfilm über ihn diesen Titel trägt. "Der Bernd" - ein simpler, ein bescheidener Titel für ein Ausnahmetalent des deutschen Films. Zahlreiche Sequenzen aus dem beruflichen und privaten Leben zeichnen ein bewegendes Bild dieses Mannes, der sich selbst den bewegten Bildern verschrieben hatte.

Am Sonntagabend wurde Carlos Gerstenhauers Werk, das bereits im Juli in München seine Premiere feierte, in der Astor Film Lounge vor einem ausgewählten Publikum gezeigt. Der Anlass war die Verleihung des "First Steps Award" am heutigen Montag - den Preis hatte Bernd Eichinger einst gemeinsam mit seinem Berliner Kollegen Nico Hofmann initiiert. In diesem Jahr wird im Rahmen der Gala zudem erstmals der "No Fear Award" an den Produzentennachwuchs verliehen. Gestiftet wurde die neue Trophäe von Katja und Nina Eichinger, seiner Witwe und der einzigen Tochter.

Zu den Gästen, die sich im Kino am Kudamm versammelten, gehörten die Schauspielerinnen Eleonore Weisgerber und Eva Mattes. Letztere kannte Eichinger persönlich. "Mich hat besonders seine Energie beeindruckt, mit der er Dinge vorantrieb. Er hat eine große Lücke hinterlassen, Bernd fehlt", sagte Eva Mattes. Erst kurz vor Filmbeginn lief Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, über den roten Teppich. Etwas abgehetzt wirkte sie, verpassen aber wollte sie die Vorführung auf keinen Fall - trotz der Hitze. Warum? "Das mache ich für den Bernd."