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Philipp Poisel möchte Machos helfen

Philipp Poisel meidet die Öffentlichkeit. Interviews gibt der Stuttgarter nur ungern, Fernsehauftritte lehnt er meistens ab.

"Wenn die Leute meine Musik gut finden, dann wird sie sich ihren Weg bahnen, ohne dass ich mein Gesicht in jede Kamera halten muss", sagt der schüchterne Sänger.

Seine beiden bisherige Alben erlangten Gold-Status. Am Freitag erscheint die Live-Platte "Projekt Seerosenteich". Die melancholischen Texte gelingen dem 29-Jährigen am besten, wenn er selbst am Leben leidet. "Dann läuft das von alleine. Zumindest bei mir ist das so. Ich habe dann das dringende Bedürfnis, diese Gefühle aus mir herauszubringen."

Besonders freut sich Poisel, wenn er bei seinen Konzerten auch tätowierte Bodybuilder entdeckt. "Einigen Männern helfe ich mit Sicherheit, das bekomme ich auch in Briefen zu lesen, etwa, wenn sie sich in den Songs wiedererkennen und diese dann ihrer Freundin vorspielen. Aber abgesehen davon gibt es immer noch einen Haufen Machos, und das ist auch in Ordnung."

( BM )