Johannes Hallervorden

Erste Schritte vor der Kamera

Johannes Hallervorden fühlt sich in den Fußstapfen seines Vaters sehr wohl

Und dann muss er doch noch in die Schule. Selbst für einen jungen Schauspieler gibt es da kein Pardon. Johannes Hallervorden hat die ersten beiden Drehtage seines Lebens hinter sich. Der 13-Jährige ist der Sohn des Kabarettisten Dieter Hallervorden und spielt in der ZDF-Geschichtsserie "Terra Max" für Kinder eine Episodenrolle. Einen Piraten, der mithilfe einer Zeitmaschine Opa Max (Jürgen Mai) besucht. Gedreht wurde vormittags auf dem Gelände des Funkhauses Berlin in Oberschöneweide mit Blick auf die Spree - danach wartete die Schulbank. Aber das nimmt Johannes gern in Kauf, denn er hat großen Spaß. "Ein nettes Team, ein cooler, junger Regisseur und ein super Drehort", sagt er. Als er den Papstwitz zum Besten gibt, mit dem er die Produzenten überzeugt hat, ihn zu engagieren, sind Tonfall, Mimik und Sprechweise seines 76 Jahre alten Vaters unverkennbar. Produzentin Melanie Mohr ist begeistert. "Wenn er nur Hallervorden geheißen hätte, aber schlecht gewesen wäre, hätten wir ihn nicht genommen. Er spielt einfach spitzenmäßig." Johannes, der mit seinen Eltern in Westend wohnt, hat im Schlossparktheater, das sein Vater leitet, schon öfter auf der Bühne gestanden, meistens singend als Solist. "Das waren tolle Erlebnisse, ich habe mich sehr wohl gefühlt", sagt er. "Lampenfieber habe ich vorher immer, das gehört wohl dazu. Aber sobald der erste Moment auf der Bühne vorbei ist, geht es weg. Und dann ist alles einfach nur schön." Bei der Arbeit vor der Kamera sei er nicht aufgeregt. "Da sind ja nur ein paar Leute dabei und kein ganzes Publikum." Besondere Rollenvorlieben habe er nicht. "Ich würde aber gern mal eine ernste Rolle spielen." Seine Arbeit an einem selbst geschriebenen, politisch-satirischen Stück hat er gerade auf Eis gelegt. Ratschläge von seinem Vater nimmt er gern an. "Er ist meine größte Stütze. Aber er versucht auch, nicht zu viel Einfluss zu nehmen."