Pferdesport

Rennfieber in Mariendorf

Es lag Spannung in der Luft. Das spürten die Zuschauer deutlich.

Auch die Schauspieler Winfried Glatzeder und Herbert Köfer mischten sich unter die Pferdefans. Bei den Vorläufen zum 117. Deutschen Traberderby ließen sie es sich nicht nehmen, bis zur Siegerehrung zu bleiben. Vor allem nicht beim "Pension Schöller"-Rennen. Denn im gleichnamigen Theaterstück stehen die beiden zurzeit im Theater am Kurfürstendamm auf der Bühne. Mit feierlicher Miene überreichten sie Sieger Hans-Jürgen von Holdt und seinem Pferd Amazing Passion den Preis. Glatzeder machte bis jetzt jedoch keine guten Pferdeerfahrungen. Er lernte für das Schauspielen reiten und verletzte sich gleich bei den ersten Dreharbeiten zu Pferde. "Es war ein Kaltblüter, wenn der einmal loslief, war er kaum noch zu bremsen." Nach kurzer Zeit habe er im Baum gehangen. Bei seinem Engagement bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg lief ein Pferd mit ihm gegen einen Pfosten, sodass er später operiert werden musste. "Pferden zuzuschauen ist angenehmer, als sie zu reiten", sagte Glatzeder. Diese Meinung teilt Herbert Köfer nicht - er besitzt gleich zwei. Eines davon lief ebenfalls gestern ein Rennen mit.