Konzert

Barenboim beim Papst

Zu seinem Namenstag wünschte er sich Musik. In einem exklusiven, privaten Rahmen.

Ludwig van Beethovens 5. und 6. Symphonie wurden Papst Benedikt XVI. am Mittwochabend in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo bei Rom dargeboten - von Daniel Barenboim und seinem West Eastern Divan Orchester. Für den Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden war das Konzert dabei nicht die erste Begegnung mit dem kirchlichen Oberhaupt. Bereits Anfang Juni hatten er und sein Orchester in der Mailänder Scala zu Ehren des Papstes die 9. Symphonie Beethovens aufgeführt - und offenbar Eindruck hinterlassen. Der Papst sei "ein richtiger Musiker", selbst wenn er selbst keine Musik mehr mache, erzählte Barenboim am Wochenende Radio Vatikan. Und wenn Benedikt XVI. Lust habe, würde er sich gern über die Beziehung zwischen Musik und Religion unterhalten.

Der Dirigent war nicht allein nach Italien gereist. Neben Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) trafen sich dort weitere Persönlichkeiten der Hauptstadt wie Intendant Jürgen Flimm, BMW-Berlin-Chef Hans-Reiner Schröder oder der scheidende italienische Botschafter Michele Valensise.