Gesundheit

Körperkunst gegen Krebs

Die Schauspielerin Natalia Avelon unterstützt eine US-Initiative, die für das Thema Brustkrebs sensibilisieren möchte

Diese drei Frauen wollen eine Revolution auslösen. Die in Island geborene Berlinerin Yasha Young unterstützt als Kuratorin seit zwölf Jahren die amerikanische Charity-Organisation Keep A Breast, die seit Kurzem auch in Deutschland verstärkt auf das Thema Brustkrebs hinweist und zahlreiche prominente Unterstützer gewinnen konnte. Die Organisation wurde 2010 von Shaney Jo Darden und Mona Mukherjea-Gehrig gegründet und machte bislang mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam. So ließen viele US-Stars von ihrem Oberkörper einen Gipsabdruck machen, der von Künstlern kreativ bemalt wird. Dita van Teese, Kat von D standen bereits Modell, genauso wie die Schauspieler Jonathan Rhys-Meyers und Colin Farrell. "Denn auch Männer können Brustkrebs bekommen", sagt Young, die in Berlin die Strychnin Gallery betreibt.

In Deutschland stellten Radiomoderatorin Gerlinde Jänicke sowie die Darstellerinnen Alexandra Kamp und Natalia Avelon ihren Körper für ein Kunstwerk zur Verfügung. "Ich habe viele Freunde, die Krebs haben. Das ließ mich aufhorchen und sensibilisierte mich für das Thema", erklärt Natalia Avelon. Ihre Gipsbüste wurde von der Berliner Künstlerin Wee Flowers rockig bemalt. "Sie empfindet mich als 'Rock Chick', daher hat sie den Stern um mein Auge gemalt", erklärt sie. Die Büste wird demnächst in New York versteigert. Dass ein Sammler sich ihre Oberweite ins Wohnzimmer stellt, ist der gebürtigen Polin nicht unangenehm, "aber vielleicht kaufe ich sie auch selbst". In der vergangenen Woche startete Take A Breast in Berlin mit ihrer neuesten Aktion "Non Toxic Revolution", wo auf giftige Umwelteinflüsse aufmerksam gemacht werden soll. Dafür wurden Poster von Streetart-Künstler Shepard Fairey in der Stadt plakatiert, die nun in der Strychnin Gallery an der Boxhagener Straße zu sehen sind. "Die Leute müssen wissen, dass ihr Lebensstil auf jeden Fall mitentscheidend ist, wenn es um das Thema Krebs geht", begründet Yasha Young ihr Motiv. Und Natalia Avelon stimmt zu: "Ich versuche, Bio einzukaufen und vermeide zum Beispiel Wasser aus Plastikflaschen, denn die Stoffe gehen ins Wasser über."