Golf-Geflüster

Großer Sport in Wannsee

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Petra Götze

Petra Götze über Turniere in Berlin und Brandenburg

Golf wird wieder olympisch - bei den Spielen in vier Jahren in Rio de Janeiro (Brasilien) wird zum ersten Mal nach 112 Jahren wieder wettkampfmäßig eingelocht. Aus diesem Grund lud der Deutsche Golf Verband am Vorabend des Olympischen Sport-Kongresses in Berlin zum Turnier in den Golfclub Wannsee. Zur Erleichterung der Teilnehmer, darunter der Bruder von Bernhard Langer, Erwin Langer, Golf-Profi Stefan Quirmbach und der Vizepräsident des Landessportbundes Wolf-Dieter Wolf, konnten bis zu fünf Mulligans - zweite Abschläge - zugunsten der Sportstiftung Berlin "gekauft" werden. Diese zweite Chance nach einem missglückten Schlag ist bei Turnieren natürlich sonst nicht erlaubt. Ich hätte sie lieber beim Putten auf den sehr schnellen Grüns als am Abschlag genutzt.

Bei der Siegerehrung erklärte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und IOC-Vize, Thomas Bach, dass er nur deshalb noch nicht Golf spiele, weil er Angst habe, süchtig zu werden. Zu den Siegern des Turniers gehörten der Geschäftsführer des Golfclubs Wannsee, Yasin Turhal (Handicap 2,7) und Ex-Senator Peter Strieder (Handicap 25). Der Präsident der Sportstiftung Berlin, Norbert Skowronek, freute sich über eine Spende von 8760 Euro, mit der junge Sporttalente gefördert werden.

Golfer mit Olympiapotenzial kämpfen ab morgen vier Tage lang in Wannsee um die Coca-Cola Berlin Open Championship. 116 der besten Amateure der Region sind am Start - die Handicap-Grenze liegt bei 6,0. Zuschauer sind auf der Tribüne am 18. Grün herzlich willkommen.

Das Thema bei den nicht olympiaverdächtigen Golfrunden ist das Verhalten bei Gewitter. Nach dem schrecklichen Unglück im hessischen Waldeck, bei dem vier Frauen durch Blitzeinschlag starben, ist das Bewusstsein für die Gefahr deutlich gestiegen. Das von Doris Kayser-Meier perfekt organisierte Allianz-Turnier von Roskos & Meier am Motzener See blieb zum Glück von den vorhergesagten Unwettern verschont. Veranstalter Klaus-Jürgen Meier hatte seinen Gästen vorsorglich geraten: "Bei Gewitter im tiefen Topfbunker in die Hocke gehen." Damit sind die lästigen Hindernisse wenigstens zu etwas nützlich.